45. Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten

Der heimische Bundestagsabgeordnete Maik Beermann bezieht Stellung zum Wahlausgang der 45. Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten von Amerika:

„Bei mir herrscht keine Weltuntergangsstimmung! Das Ergebnis ist sicherlich für den einen oder anderen eine Überraschung, dennoch gilt es, die Ergebnisse nun zu betrachten und auf ihrer Grundlage zu arbeiten“, so Beermann.

„Für mich wird wieder einmal deutlich, dass viele Demoskopen in den USA im Vorfeld der Wahl falsch gelegen und somit ein verzehrtes Bild des erwarteten Wahlausganges projiziert haben“, so Beermann weiter. „Am gestrigen Abend habe ich nach der Fraktionssitzung der CDU/CSU zu einem meiner Kollegen, der Hillary Clinton bereits zur Wahlsiegerin auserkoren hatte, gesagt, „warte ab, mit dem Brexit haben wir auch nicht gerechnet.“ Recht sollte ich behalten.

Für mich als christlicher Demokrat beginnt Politik mit dem Betrachten der Wirklichkeit, dieses bedeutet, dass wir unsere Beziehungen zu den USA auf die nun neue Situation bewerten und besonnen abstimmen müssen – Aktionismus hilft in diesem Zusammenhang niemandem. Für den künftigen Präsidenten der USA bedeutet dieses aber auch, dass er sich der Wirklichkeit stellen muss und die von ihm im Wahlkampf getätigten populistischen und beleidigenden Äußerungen nicht hilfreich für einen respektvollen Umgang sind. Trump muss das Land jetzt wieder zusammenführen. Das Präsidentenamt stellt keine Alleinherrschaft dar, sondern erfordert das Herbeiführen von Beschlüssen und das Organisieren von Mehrheiten. Die Partnerschaften, die die USA seit langem pflegen, sollten hierbei nicht aus den Augen verloren werden.

„Wir haben das Ergebnis der demokratischen Wahl, an der rund 200 Mio. Bürgerinnen und Bürger der USA teilgenommen haben, zu respektieren und werden einen Weg finden, wie wir unsere Beziehungen fortsetzen werden. Ich hoffe auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den USA“, so Beermann abschließend.