53 Jahre Mauerbau

Die Mauer„Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten.“ Wie verlogen dieser Satz Walter Ulbricht’s war, beweist der 13. August 1961. Denn genau heute vor 53 Jahren wurde vom SED Regime der Mauerbau befohlen und der Unrechtsstaat ward geboren.

Unzählige Familien und Freunde wurden unerwartet 28 Jahre lang auseinandergerissen, die Hoffnung der Mehrheit der Deutschen nach Einheit in Freiheit abrupt zerstört. In den Jahren der Teilung wurden Menschen, die sich nicht dem System anpassten, ermordet, verfolgt, eingesperrt, entmündigt und bevormundet. Erst 1989 erfüllte sich der gesamtdeutsche Traum vom Fall der Berliner Mauer, weil der Drang der Menschen in Ostdeutschland nach Freiheit und Einheit nie eingemauert werden konnte.

Mehr als 70.000 Menschen, die beim Fluchtversuch ergriffen wurden, wurden durch die DDR-Justiz strafrechtlich verfolgt. Wie viele Menschen an der innerdeutschen Grenze starben ist bis heute nicht geklärt. Daher begrüßen wir das seit einem Jahr vom Bundesbeauftragten für Kultur geförderte Forschungsprojekt, welches die Zahl der getöteten DDR-Flüchtlinge zwischen 1949 und 1989 erfassen soll.

Angesichts der Tatsache, dass 74 Prozent der Anhänger der Linkspartei in Berlin den Mauerbau für „voll und ganz“ oder zumindest für „teilweise“ richtig halten, fordern wir alle politischen und gesellschaftlichen Kräfte auf, den Bau der Berliner Mauer und seine Folgen fest in unserem gesamtdeutschen Gedächtnis zu verankern.

Hier leisten viele Institutionen und ihre Mitarbeiter unerlässliche Erinnerungsarbeit, wie beispielsweise die „Stiftung Berliner Mauer“ oder die aktuelle Ausstellung der Bundesstiftung Aufarbeitung „Die Mauer. Eine Grenze durch Deutschland“.

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion wird sich weiterhin glaubhaft dafür einsetzen, dass es keinen Schlussstrich unter die Aufarbeitung der SED-Diktatur geben darf, die vielen Menschen unermessliches Leid gebracht hat.“