7. Energiepolitischer Dialog – Perspektiven und Herausforderungen

Auf Initiative des heimischen Bundestagsabgeordneten Maik Beermann (CDU) nahmen in dieser Woche Hans-Jörg Kohlenberg von der Bürgerenergiewende Schaumburg, Dieter Ahrens von der Firma Ahrens Solartechnik sowie Eckard Mai und Marie-Pierre Dubé von der Firma ECM aus Linsburg im Landkreis Nienburg am 7. Energiepolitischen Dialog der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in Berlin teil. Fünf Jahre nach der Einleitung der Energiewende haben sich die führenden Unionspolitiker gemeinsam mit verschiedenen Akteuren aus Wissenschaft und Wirtschaft über die Entwicklungen des Energiemarktes ausgetauscht. Bei diesem Dialog wurden ebenso Chancen wie auch Herausforderungen deutlich. „Einerseits schreitet der Ausbau der erneuerbaren Energien erfolgreich voran, andererseits stellen die damit verbundenen Kosten sowie die Integration von Sonne, Wind und Biomasse in den Strommarkt eine große Herausforderung dar“, fasst Beermann ein zentrales Ergebnis der Veranstaltung zusammen.

EnergiepolitikThomas Bareiß, Energiebeauftragter der CDU/CSU-Fraktion, führte im Rahmen des Dialoges aus, dass Schon heute über 30 Prozent unseres Stroms aus Wind, Sonne, Biomasse oder Wasser stammen, damit seien die Ziele für den Ausbau der erneuerbaren Energien sogar momentan „übererfüllt“. Wenn man im Kostenrahmen bleiben wolle, müsse man jedoch zu einem geregelten und koordinierten Ausbau kommen, mahnte Bareiß. Als weitere Herausforderungen nannte er den Netzausbau, bei dem Deutschland noch weit hinter den vereinbarten Zielen hinterherhinke, sowie die digitale Steuerung des Stromverbrauchs.

Im Zusammenhang mit anstehenden Entscheidungen war immer wieder von der „größten Weichenstellung in der Energiepolitik“ zu hören.

„Als Bundestagsabgeordneten freut es mich, dass wir Zahlreiche Gesetzentwürfe in der Pipeline haben, um auch künftig in diesem Bereich weitere Weichen zu stellen. Beispielsweise seinen an dieser Stelle das Gesetz zur schrittweisen Heranführung der erneuerbaren Energien an Markt und Wettbewerb, zur Kraft-Wärme-Kopplung, zum Einstieg in den intelligenten Verbrauch oder zum Strommarkt genannt“, so der heimische Abgeordnete.

„Der Gesetzentwurf zum Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz ist noch nicht zufrieden stellend, denn auch unsere Industrie sollte es ermöglicht werden im KWKG berücksichtigt zu werden. Die Kraft-Wärme-Kopplung ist ein wichtiger Beitrag zum Gelingen der Energiewende“, so der Energiebeauftrage Thomas Bareiß.

Auch das in den letzten Monaten in der Region diskutierte Thema des Netzausbaus wurde durch Jochen Homann, den Präsidenten der Bundesnetzagentur angesprochen. Die Beschleunigung des Netzausbaus, solle vor allem mit der sogenannten Erdverkabelung erreicht werden und zwar bei Gleichstromtrassen. „Auch aus Gründen der Akzeptanz des Netzausbaus in der Bevölkerung könne es keine andere Alternative geben“, so Homann.

Es war eine informative Veranstaltung, die einen umfassenden fachlichen Einblick in die aktuell relevanten Energiepoltischen Themen, deren Chancen und Herausforderungen ermöglicht hat – so das Fazit der Teilnehmer aus dem Wahlkreis Nienburg II / Schaumburg.

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