Änderungen des Passgesetzes


Beermann sieht bessere Lösungen

 

Als Reaktion auf die besonders unter Fotografen laufende Diskussion zukünftig Passfotos nur noch in den Ämtern anzufertigen, erklärt der heimische Bundestagsabgeordnete Maik Beermann: „Ich sehe die geplante Änderung des Passgesetzes sehr kritisch. Das Problem manipulierter Bilder durch z.B. Morphing ist echt, doch der bisherige Lösungsvorschlag hierzu wieder die große Keule statt das mildere Mittel. Hier gibt es andere, bessere Lösungswege, bevor man beschließt einen ganzen Wirtschaftszweig in die Ämter zu verlagern.“

 

Sicherheitsbehörden haben vermehrt den Einsatz von Passfotos festgestellt, bei denen die Fotos einer Bearbeitung ausgesetzt waren, um die Person nicht mehr eindeutig identifizieren zu können, da sie nun Gesichtsmerkmale aus mehreren Gesichtern vereint. Dadurch sieht die Person auf dem Foto gleich mehreren Menschen ähnlich.

 

Beermann hierzu weiter „Aus meiner Sicht sollten Passbilder weiter bei den zahlreichen Fotografen im Lande angefertigt werden. Die Ämter sollten hierfür sensibilisiert werden. Sollten bei der augenscheinlichen Kontrolle der abgegebenen Fotos im Amt dann Zweifel an der Echtheit des Passfotos bestehen – und manipulierte Bilder erzeugen diese Zweifel bei genauer Kontrolle in der Regel – dann soll das Amt die Befugnis haben vor Ort ein neues Bild anzufertigen. Das wäre eine deutlich unbürokratischere Lösung.“

 

„Zudem gibt es mittlerweile Algorithmen in der Testphase, die manipulierte Passbilder mit hoher Treffsicherheit erkennen können. Bevor man einem Berufszweig die Einnahmen streicht, sollte man auch über moderne technische Lösungen nachgedacht haben“, so Beermann abschließend.