Altersfeststellung verpflichtend machen

Nach dem tragischen Mordfall in Kandel, bei dem ein abgelehnter afghanischer Asylbewerber seine 15-jährige Ex-Freundin in einem Supermarkt erstach, werden Stimmen in Politik und Gesellschaft laut, die mehr Konsequenzen aus der vermeidbaren Tat fordern. Zweifel werden auch am Alter des Täters geäußert, der sein ungeprüftes Geburtsdatum mit dem 1. Januar 2002 angab. Der heimische Bundestagsabgeordnete Maik Beermann (CDU) stimmt hier dem Bundesinnenminister Thomas de Maizière zu: „Wir brauchen eine verpflichtende Alterstfeststellung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und Einwanderer, die ohne offizielle Dokumente einreisen wollen.“

Beermann erklärt: „Wir müssen endlich bei der Altersfeststellung von unbegleiteten minderjährigen Ausländern auf unsere technischen und medizinischen Möglichkeiten setzen. Zum einen, weil unbegleitete Minderjährige den Staat besonders viel kosten und zum anderen, weil sie einen besonderen Schutz genießen und damit schwerer zurückgeführt werden können. Dies ist verlockend für Kriminelle, die sich hier unter Angabe falscher Daten aufhalten wollen.“

Der Abgeordnete bekräftig zudem seine wiederholt geäußerte Kritik an der schleppenden Abschiebepraxis: „Immer weniger Menschen verstehen, wieso hunderttausende Menschen dauerhaft in Deutschland bleiben dürfen, obwohl deren Asylantrag abgelehnt wurde oder obwohl sie teilweise kriminell geworden sind. Die meisten Menschen sehen die Notwendigkeit von Abschiebungen – von Gefährdern und Straftätern auch nach Syrien und Afghanistan – aber wenn seitens der Länder kaum Energie in diese gesteckt wird, bleiben die Zahlen weit unter den Erwartungen.“