Auf Bildungsreise in Berlin

Die Gäste aus Nienburg und Schaumburg

Die Gäste aus Nienburg und Schaumburg

Auf meine Einladung hin nahmen 50 politisch und historisch interessierte Bürger aus dem Wahlkreis an einer dreitägigen Bildungsfahrt nach Berlin teil.

Das gut gefüllte Programm der Bildungsfahrt startete mit dem Besuch der CDU Bundesgeschäftsstelle. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten in einem Vortrag Informationen zur Geschäftsstelle, zum neuen CDU-Generalsekretär Peter Tauber sowie zu ihrer internen Organisation und den einzelnen Abteilungen. In einem darauffolgenden Gespräch diskutierten die Besucher kontrovers Details des Koalitionsvertrages. Hierbei warfen vor allem die Mütterrente und der Mindestlohn Fragen bei den Teilnehmern auf.
Die darauffolgende Stadtrundfahrt durch die Bundeshauptstadt orientierte sich an politisch-historischen Gesichtspunkten und führte die Teilnehmer auf den Pfad der Berliner Mauer und der Wiedervereinigung.

Im Anschluss fand eine Führung im Bundeskanzlerinnenamt statt. Hierbei spielte die Architektur und Kunst im Inneren des Gebäudes eine große Rolle. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten den Ort kennenlernen, an dem Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre Pressemitteilungen verkündet und mit den Staats- und Regierungschefs anderer Nationen zu Gesprächen zusammenkommt. Besonders beeindruckte die Besucher die ausgestellten Geschenke des amerikanischen Präsidenten Barack Obama an die Kanzlerin: Der originale Notizzettel auf dem der damalige amerikanische Präsident John F. Kennedy in Lautschrift den Satz „Ich bin ein Berliner“ niederschrieb und der Auszug aus Ronald Reagans Rede in der er 1987 forderte „Tear down this wall!“

Am zweiten Tag fand ein Informationsgespräch im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur statt. Hierbei konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Schaumburg direkt an der Quelle über den Ausbau der B65 informieren. Im anschließenden Besuch in der Landesvertretung Niedersachsen sprachen die Gäste aus dem Wahlkreis über die Art und Weise, wie Niedersachsen seine Interessen effektiv in Berlin vertritt und informierten sich über das deutsche Gesetzgebungsverfahren und den Einfluss des Bundesrates.
Vor dem abendlichen Besuch des Deutschen Bundestages besichtigten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Nachmittag das Dokumentationszentrum „Topographie des Terrors“. Tief bewegt zeigten sie sich durch die Dauerausstellung zur SS, Gestapo und den dunkelsten 12 Jahren in der Geschichte Deutschlands. Sie lobten die Arbeit des Dokumentationszentrums, die stets dazu mahnt nicht zu vergessen.

In der späteren Plenarsitzung verfolgten die Besucher Debatten zum Mali-Einsatz der Bundeswehr und der Einsetzung des neuen Ausschusses „Digitale Agenda“, dem auch ich angehöre. Für die nachfolgende Diskussion führte ich meine Gäste in den Fraktionsaal der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Ich erläuterte die Abläufe der Fraktionsarbeit, bei der der Fraktionsaal mittlerweile, aufgrund des guten Wahlergebnisses ;), an seine Kapazitäten stößt und für Mitarbeiter ein Live-Stream in einen zusätzlichen Raum geschaltet werden muss. Nach dem Gespräch ging es auf Erkundungstour auf die Kuppel des Reichstages.

Zum Abschluss der dreitägigen Bildungsfahrt führte der Weg die Gäste aus dem Wahlkreis, nach einer fortgesetzten Stadtrundfahrt, in die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Berlin Hohenschön-hausen war zu Zeiten der DDR die zentrale geheime Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit.
Bewegend schilderte ein ehemaliger Häftling, welcher nun als Führer tätig ist, den Besucherinnen und Besuchern die Haftbedingungen und zermürbenden psychologischen Rollenspiele der Stasi. Den Häftlingen sollte ein Geständnis zu den ihnen vorgehaltenen Taten entlockt werden, da im Gerichtsprozess der Eindruck von Rechtsstaatlichkeit gewahrt bleiben sollte.
Mit den gesammelten Eindrücken machten sich die Besucherinnen und Besucher wieder auf den Weg in die Landkreise Nienburg und Schaumburg. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass so viele meiner Einladung gefolgt sind und wir uns in Berlin austauschen konnten. Ich freue mich auf ein Wiedersehen!

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