Beermann: Bedenken der Bürger ernst nehmen

Rund um die Diskussion zur Ortsumgehung Nienstädt/Sülbeck stimmt der heimische Bundestagsabgeordnete Maik Beermann (CDU) mit den Befürwortern des Projektes überein und verdeutlicht die Wichtigkeit des Vorhabens, betont aber auch, kritische Stimmen nicht nur anhören, sondern auch ernst nehmen zu wollen. „Die Umsetzung von Infrastrukturprojekte funktioniert nur mit den Bürgerinnen und Bürgern“, so der Bundestagsabgeordnete.

„Um ein Projekt, wie die Ortsumgehung Nienstädt/Sülbeck, in den Vordringlichen Bedarf (VB) des Bundesverkehrswegeplanes zu bekommen, habe ich in Berlin gekämpft und viele Gespräche geführt. Es kämpfen aber auch Kommunen, Verbände, Initiativen und Bürger oft 10 Jahre, 20 Jahre oder sogar länger. Das Projekt ist bis dahin über lange Zeit ein großes, wiederkehrendes Thema in der Öffentlichkeit und es erfordert viel Einsatz und Mühe, diesen Weg über den Zeitraum zu gehen“, so Beermann in seiner Erklärung, „und wenn das Projekt dann mit einem Nutzen-Kosten-Verhältnis von 7,1 bewertet wird, wird auch von Seiten des Bundes objektiv festgestellt, dass die Ortsumgehung Nienstädt einen besonders hohen Stellenwert unter den tausenden eingereichten Projekten hat. “

Der Bund stellt für die Realisierung der 5,5km langen Ortsumgehung Nienstädt/Sülbeck fast 23 Mio. Euro zur Verfügung und bewertet die Umweltbetroffenheit hier als gering, da mit 12,7 ha hauptsächlich bereits bewirtschaftetes Land hierfür gebraucht wird und nur mit 0,4 ha Flächen des Landschaftsschutzes. Die Linienführung ist seit 2005 bestimmt worden, wo jenes bereits abgewägt wurde und Beermann sieht dies positiv: „Der Schutz der Menschen überwiegt hier die Nachteile der Beeinträchtigung der Natur. Viele Projekte haben zudem noch keine Trassenführung und das verlängert die Realisierung auch nach Bereitstellung des Geldes durch den Bund zusätzlich. Nienstädt/Sülbeck hat hier vielen etwas voraus. Wichtig ist, dass auch die betroffenen Landwirte und Flächeneigentümer ausreichend berücksichtig werden.“

Fast 6.800 Einwohner werden durch den Neubau der Ortsumgehung vom Lärm entlastet, jedoch auch 670 neu belastet bzw. stärker belastet als zuvor. „Hier ist aber noch nicht das letzte Wort gesprochen. Ich unterstütze die Durchsetzung von effektiven Lärmschutzmaßnahmen in den kommenden Verfahrensschritten. Mir ist es zudem wichtig auch die kritischen Stimmen zu hören und deshalb biete ich jeder Person und Gruppe, die das Gespräch hierzu mit mir sucht, die Möglichkeit auch an gemeinsam ins Gespräch zu kommen. Vielleicht kommt man so zu Verbesserungsmöglichkeiten, die noch niemand bedacht hat und zu einer möglichst breiten Akzeptanz der Ortsumgehung“, so Beermann. Eines ist Beermann zudem auch wichtig abschließend zu erwähnen: „Wenn man dieses Projekt im jetzigen Stadium noch kippt, dann wird es vermutlich nie wieder eine Möglichkeit für eine Ortsumfahrung geben und die 23 Millionen Euro werden für andere Infrastrukturprojekte verwendet“, so Beermann abschließend.