Beermann: „Ergebnis schlechter als erhofft – Schlag ins Kontor“

Zur Zusammenlegung der Deutschlandzentrale Stadthagen und des Standorts Peine in den Großraum Hannover und des damit einhergehenden Wegfalls von hunderten Arbeitsplätzen in Stadthagen erklärt der heimische Bundestagsabgeordnete Maik Beermann (CDU): „Das ist ein Schlag ins Kontor für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Stadt Stadthagen aber auch für den Landkreis Schaumburg. Nicht nur die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung sondern nun auch jene der Verwaltung, werden den Standort Stadthagen verlassen müssen. Das bedeutet für viele längere Arbeitswege und somit mehr Zeitaufwand und Zeit ist kostbar – gerade für Familien. Aber auch die Gewerbesteuereinnahmen für Stadthagen werden sich deutlich nach unten verändern.“

Beermann, der den Kontakt zur Geschäftsführung und zum Betriebsrat gesucht hatte, um seine Hilfe anzubieten und auch mit dem Wirtschaftsministerium in Kontakt war, zeigt sich enttäuscht von dem Ergebnis, welches heute auf der Mitarbeiterversammlung verkündet wurde: „Aus Sicht des Landes bleibt alles beim Alten solange das Unternehmen nicht aus Niedersachsen abwandert. Aus meiner Sicht als direkt gewählter Vertreter Schaumburgs ist das Ergebnis jedoch schlecht. Da war leider kein produktives Herankommen. Bei einigen Unternehmen dieser Größe herrscht eine andere Firmenkultur, als bei unserem Mittelstand und den heimischen familiengeführten Betrieben.“ Beermann befürchtet, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis auch der Produktionsstandort mit etwa 80 übrigen Mitarbeitern verlagert wird: „Zur Wahrheit gehört aber auch, dass man sich die Frage stellen muss, warum Faurecia ausgereicht am Standort Stadthagen die sogenannte Standortfrage gestellt hat? Bekommt man keine ausreichenden Facharbeiter oder Ingenieure? Ist der Standort nicht mehr attraktiv? Hat es irgendetwas mit der Verkehrsanbindung zu tun? Oder ist es tatsächlich der Konsolidierung geschuldet und man hat einen Standort zwischen Peine und Stadthagen gesucht, damit man es für die Mitarbeiter einigermaßen erträglich macht ihren Arbeitsplatz zu erreichen?“

Als Wehrmutstropfen bewertet Beermann die Beschäftigungsgarantie und die Zusage, dass es keine Betriebsbedingten Kündigungen geben soll: „Ich wünsche hier dem Betriebsrat ein gutes Gelingen bei der schriftlichen Einforderung der Beschäftigungssicherung. Wenigstens können die Beschäftigen Schaumburgerinnen und Schaumburger damit ihre Arbeitsplätze behalten.“