Beermann fordert zügigen Start des Bürgerdialogverfahrens

In den vergangenen Tagen gewannen die Spekulationen um eine Neubautrasse durch Schaumburg aufgrund von Berichten der überregionalen Medien deutlich an Fahrt. Dabei wurden u.a. eine Trasse entlang der A2 und eine entlang des Mittellandkanals ins Feld der Optionen geführt. Die Sorge in den möglicherweise betroffenen Regionen nicht mitgenommen zu werden steigt mit jeder weiteren Aussage aus dem Ministerium ohne belastbares Planungsmaterial.

Dies nahm der heimische Bundestagsabgeordnete Maik Beermann (CDU) zum Anlass das persönliche Gespräch mit dem Parlamentarischen Staatssekretär im Verkehrsministerium Enak Ferlemann (CDU) zu suchen und seine Haltung als direkt gewählter Abgeordneter für das Schaumburger Land deutlich zu machen. „Der Dialogprozess mit den Bürgerinnen und Bürgern, Bürgerinitiativen, Verbänden und Interessengemeinschaften, muss so schnell wie möglich beginnen damit wir Klarheit bekommen“, forderte Beermann von Ferlemann.

Ferlemann erklärte, dass man im Ministerium derzeit in den Vorbereitungen sei und das Dialogforum im zweiten Quartal 2020 beginnen soll. Man habe sich definitiv auf keine Trasse festgelegt und prüfe ergebnisoffen die verschiedenen, bereits in der Öffentlichkeit diskutierten Varianten. Auf der Bestandstrasse werde sich das Ziel der Fahrtzeitverkürzung jedoch voraussichtlich nicht alleine lösen lassen.

Beermann sieht aber auch, dass die Parameter der Bewertung des Projektes sich seit der Verabschiedung der Schienenausbaugesetze geändert haben. „Das neue Ziel des Deutschland-Taktes mit 300km/h-Strecken setzt bei der Bewertung eine neue Betrachtungsweise und neue Argumente voraus“, so Beermann , „und die überregionale Bedeutung der Strecke, die sich von Warschau – Rotterdam über Berlin – Köln erstreckt, wird umso deutlicher. Der Deutschland-Takt ist das Projekt um die Bahn zukunftsfähig und attraktiv zu machen und mehr Menschen dazu zu bewegen auf die Bahn umzusteigen. Einheitliche Taktzeiten in ganz Deutschland sollen das Bahnfahren und die Nutzung des nachgelagerten ÖPNV nicht nur einfacher sondern auch zuverlässiger machen, damit die Bahn wieder ihren Ruf als pünktliches, zuverlässiges und umweltfreundliches Verkehrsmittel zurückgewinnt.“

„Wir müssen deshalb alle so schnell wie möglich an einen Tisch bringen“, fordert Beermann.

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