Erinnerungsstücke aus dem Wahlkreis

Das Abgeordnetenbüro des CDU-Bundestagsabgeordneten Maik Beermann erhält zwei Exponate aus dem Wahlkreis.

Stücke aus dem WahlkreisZum einen ist im Hauptstadtbüro des neuen CDU-Bundestagsabgeordneten Maik Beermann eine ganz besondere Erinnerung an den Fall der Berliner Mauer und die Wiedervereinigung zu sehen: Ein Reisepass.
Darin enthalten ist unter anderem ein Autogramm vom Bundeskanzler der Einheit, Helmut Kohl, aus dem Jahr 1990.

„Den Reisepass habe ich zum Einzug in den Deutschen Bundestag von meinem Nachbarn Reinhard Böttcher geschenkt bekommen. Im Rahmen einer Fortbildung in der Bundeswehr ist mein Nachbar im Januar 1990 in West-Berlin gewesen. Als Reinhard Böttcher dann am 22. Januar 1990 bei einer Besichtigungstour rund um das Brandenburger Tor am alten Reichstagsgebäude vorbeikam, hielten drei schwarze Limousinen an einem Seiteneingang. Vier Männer seien aus den Fahrzeugen gestiegen. Der damalige CDU-Generalsekretär Volker Rühe, Bundeskanzleramtschef Rudolf Seiters, der DDR-Bürgerrechtler Wolfgang Schnur und Bundeskanzler Helmut Kohl. Mein Nachbar hat sich noch nie gescheut, andere Menschen anzusprechen“, berichtet Beermann.

„Den von meinem Nachbarn geäußerten Autogrammwunsch konnten die Herren aus den Limousinen nicht abschlagen, da Reinhard nichts anderes als seinen Reisepass bei sich trug, legte er diesen zur Signatur vor. Der Kanzler der Einheit Helmut Kohl habe zu nächst seine Unterschrift in das Dokument verweigert. Als Böttcher aber entgegnete: „Herr Bundeskanzler, wenn sie da nicht reinschreiben können, wer sollte es dann können?“, konnte der Kanzler nicht mehr „Nein“ sagen“, so Beermann weiter.
Maik Beermann hat dem Reisepass in seinem Büro einen festen Platz zugewiesen. Er stellt für ihn ein Symbol gegen das Vergessen dar. „Jedes Mal wenn ich den Ausweis betrachte wird mir deutlich, dass solch ein System nie wieder Entstehen darf“, so der Demokrat Beermann.

Einen festen Platz im Büro hat ebenso das zweite Geschenk aus dem Wahlkreis erhalten. Holger Laue, ein Schützenbruder Beermanns, überreichte Beermann einige Tage nach der Wahl ein Portrait des ersten Bundeskanzlers unseres Landes, Konrad Adenauer.

„Dieses Bild habe ich vor einigen Tagen in meinem Büro aufgehängt“, so Beermann.  „Es erinnert mich an die Geburtsstunde unserer demokratischen Republik und verdeutlicht was unsere Aufgabe in Berlin ist. Die Vielzahl an Anforderungen und Herausforderungen in meinem neuen Job versuche ich nach folgender Devise Adenauers auszugestalten: „Man darf niemals ‚zu spät‘ sagen. Auch in der Politik ist es niemals zu spät. Es ist immer Zeit für einen neuen Anfang.“

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