Beermann stimmt für Frackingverbot

Der heimische Bundestagsabgeordnete Maik Beermann (CDU) hat in der heutigen Sitzung des Bundestages dem Gesetzentwurf der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zur Untersagung von Fracking in Deutschland zugestimmt. Der Gesetzesentwurf wurde eingereicht, bevor die große Koalition zu einer Einigung über ein eigenes Fracking-Gesetz kam.

„Dem Entwurf der Grünen habe ich zugestimmt, da er mein derzeitiges Meinungsbild zum Fracking widerspiegelt. In der Gemeinde Rodewald in meiner Heimatsamtgemeinde Steimbke sind Leukämieerkrankungen gehäuft aufgetreten, die auf die Jahrzehnte lange Erdölförderung zurückzuführen sein könnten. Das Epidemiologische Krebsregister Niedersachsen sieht die Signifikanz der gesteigerten Rate nicht als erfüllt an, da mit 20 Erkrankten im Untersuchungszeitraum 2003-2015 die zu erwartende Zahl von 12,7 deutlich überstiegen wird, für eine Signifikanz im wissenschaftlichen Sinne jedoch 21 Erkrankte vorhanden sein müssten. Bundesweit gibt es jedoch ähnliche gesteigerte Raten in Fracking-Gebieten, die derzeit noch untersucht werden“, erklärt Beermann.

„Die Sicherheit und Gesundheit der Mitbürgerinnen und Mitbürger steht für mich noch vor den wirtschaftlichen Interessen an erster Stelle. Die Auswirkungen des unkonventionellen Frackings sind meines Erachtens noch nicht ausreichend wissenschaftlich geklärt. Daher lehne ich die Erdgasförderung durch das sogenannte unkonventionelle Fracking nach dem jetzigen Stand der Technik ab. Solange Fracking nicht ohne wassergefährdende Stoffe möglich ist und eine Gefährdung von Menschen, Trinkwasser und Umwelt nicht hinreichend wissenschaftlich ausgeschlossen ist, sollte diese Technologie nicht zum Einsatz kommen. Auch das aktuell aufgetretene Erdbeben im Landkreis Verden mit zahlreichen Schäden an Gebäuden, veranlassen mich, als selbstbewusster Abgeordneter, zu dieser Entscheidung, dem Gesetzentwurf der Grünen zuzustimmen.

Der Entwurf der Grünen wurde heute zwar mehrheitlich vom Deutschen Bundestag abgelehnt, jedoch werden die weiteren Beratungen der CDU/CSU-Fraktion mit der SPD zeigen müssen, ob der kommende Gesetzesentwurf der Koalition derart eng und sicher gestrickt sein wird, dass er meine Bedenken ausräumen kann“, so Beermann.

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