Beermann: Weniger Lärm im Schienenverkehr

Der heimische CDU Bundestagsabgeordnete Maik Beermann, der auch stellv. Mitglied im Verkehrsausschuss ist, informiert über den Aktionsplan des Verkehrsministeriums zur Halbierung des Schienenlärms bis 2020:

Unser grundsätzliches Ziel ist es, mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Dies soll für mehr Wachstum, Wohlstand und Beschäftigung in Deutschland sorgen. Hier sind wir auf einem guten Weg, denn die aktuelle Prognose zeigt, dass der Güterverkehr bis 2030 um 43 Prozent steigen wird.

Dies sorgt jedoch nicht nur für Freude. Vielerorts steigt damit auch die Belastung für die Menschen. Mehr Züge bedeuten kürzere lärmfreie Zeiten. „Lärm macht krank und um deshalb die Akzeptanz einer solchen Entwicklung zu steigern, ist der effektive Schutz der Bevölkerung vor Schienenlärm besonders wichtig“, so Beermann. Um diesen Schutz zu gewährleisten, haben wir eine „3-Punkte Strategie Leise Schiene“ entwickelt mit den Eckpfeilern Fördern, Ertüchtigen und Regulieren.

Fördern bedeutet, dass leisere Züge Vorfahrt erhalten sollen. Damit zielen wir auf den Lärmschutz direkt an der Quelle. Bei der Ertüchtigung heißt es den stationären Lärmschutz durch Wälle, Wände und andere Maßnahmen auszubauen und die Regulierung bedeutet, dass die „leise Schiene“ als rechtliche Rahmenbedingung offiziell festgeschrieben wird. Hier wird das Kabinett in Kürze das Gesetz gegen Schienenlärm beschließen. Darin legen wir einen Schallemissionswert fest, der nur von leisen Güterwagen mit sog. Verbundstoff-Bremssohlen (Flüsterbremsen) eingehalten werden kann oder durch besonders langsames fahren.

„Dies bedeutet, dass ab dem Fahrplanwechsel 2020/2021 laute Güterwagen auf dem deutschen Schienennetz grundsätzlich verboten sind“, so Beermann. „Die Bürgerinnen und Bürger können darauf vertrauen, dass die Politik die zunehmende Belastung durch Bahnlärm ernst nimmt und eindämmt“, ist sich der Bundestagsabgeordnete sicher.