Besichtigung des Krankenhauses in Stolzenau

Gespannt und Aufmerksam verfolgten die zahlreichen Mitglieder der Frauenunion (FU) Nienburg den Vortrag des Geschäftsführers der Mittelweserkliniken GmbH Ronald Gudath, bei ihrer Besichtigung des Stolzenauer Krankenhauses. Auch Gäste konnte die FU-Vorsitzende Christa Stigge in der Runde begrüßen, so waren die CDU Abgeordneten Karsten
Heineking (Landtag) und Axel Knoerig (Bundestag) ebenso zugegen.

Herr Gudath machte in seinen Ausführungen deutlich, dass man sich am Standort Stolzenau von einem Akutkrankenhaus zu einem Akutkrankenhaus mit Spezialisierungen entwickelt habe. Dazu gehört unter anderem die Eröffnung der interdisziplinären Schmerzklinik am 03.04.2012. Hier wird eine multimodale Schmerztherapie für die Behandlung von chronischen Schmerzpatienten mit einem Team aus Ärzten, Physio- und Psychotherapeuten gewährleistet. Dazu kommt dann die seit dem 01.07.2012 eingerichtete Geriatrie, auf die man sehr stolz sei, so Leiter und Chefarzt Dr. Michael Kopp. Hierbei geht es um hoch spezialisierte Medizin speziell für ältere Patienten. Besonders ausgebildete Ärzte kümmern sich in der Geriatrie, gemeinsam mit Pflegekräften, Physio- und Ergotherapeuten, die – anders als jüngere Patienten – meist an mehreren Krankheiten und Funktionsstörungen gleichzeitig leiden.
Stolz auf diese Entwicklung ist auch Dr. med. Torben Jüres, Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin. „Die Kombination aus Notarztstandort, Intensivstation, akuter internistischer Medizin sowie der Geriatrie und Schmerztherapie bildet ein in sich geschlossenes Diagnostik- und Therapieangebot, das durch die engagierte Zusammenarbeit der Fachärzte zu einer hochwertigen medizinischen Versorgung im Umkreis beiträgt und somit auch auf die demographische Entwicklung reagiert werden kann“, so Dr. med. Torben Jüres.

„Die Umstrukturierung des Krankenhauses Stolzenau halte ich für zukunftsweisend. Die Schmerztherapie und die Geriatrie sind wichtige Aufgabenfelder in unserer Region, so CDU Landtagsabgeordneter Karsten Heineking. Auch ich war beeindruckt: „Die Individualität gepaart mit der Spezialisierung im Stolzenauer Krankenhaus ist ein Novum für
unseren ländlichen Raum und eine Aufwertung des Südkreises in Nienburg.“.
Hervorzuheben ist aber auch, dass die organisatorische Selbständigkeit in Stolzenau erhalten bleibt – eine Kooperation mit den umliegenden Kliniken in der Großregion, vor allem mit dem Krankenhaus Nienburg, aber auch mit Minden und der MHH zur Versorgung der Patienten, die über das Fachgebiet der Inneren Medizin hinaus zu behandeln sind, ist eine Bestätigung für ein gutes medizinisches Angebot.
Bemerkenswert sei auch die hohe Anzahl der Ärzte und Pflegekräfte, die unmittelbar in nächster Umgebung zum Stolzenauer Krankenhaus ein persönliches Lebensumfeld aufgebaut haben, das als Ausgleich und zur Stärkung der Arbeitskraft beiträgt.
Aber auch die wirtschaftliche Entwicklung der beiden Standorte in Nienburg und Stolzenau kann sich sehen lassen. In Nienburg wird ein zweites Herzkatheterlabor gebaut, sowie eine Abteilung für Urologie aufgebaut. Ferner soll ein Bettenaufbau von ca. 50 Betten, auf dann 300, in Nienburg die Belegungskapazitäten verbessern. Die zusätzlichen Betten in Nienburg sind aus reinem Eigenbedarf geplant. Eine Integration der Bettenzahl des Krankenhauses Stolzenau in das Krankenhaus Nienburg ist in keinster Weise geplant.

Der Geschäftsführer der Mittelweserkliniken Herr Gudath machte deutlich, dass die 64 vorhandenen Betten in Stolzenau mit einer Auslastung von über 90%, die stationäre Versorgung der Patienten im Südkreis hervorragend auslaste und gewährleiste und somit der Standort Bestandschutz hat. Ein Zeichen dafür, dass man sich für die Zukunft gut aufstellen möchte und auch stets gut ausgebildetes Personal vorhalten will ist die Erhöhung der Ausbildungsplätze von 39 auf 45, sowie der Bezug des neuen Schulungsgebäude am 31.05.2012 in der Ziegelkampstraße.

Frauenunionsvorsitzende Christa Stigge freue sich sehr, dass die Mittelweserkliniken die Besichtigung am Standort Stolzenau ermöglicht haben und resümierte abschließend, „die Mittelweserkliniken in Nienburg und Stolzenau sichern das Gesundwerden im Landkreis Nienburg.“