Besuch beim Hagebaumarkt in Leese

Mit drei Generationen saß ich bei der Familie Hotze aus Leese am Tisch, um mir die Sorgen über die zukünftige Entwicklung des Hagebaumarktes und aller anderen Unternehmen im Unternehmensverbund anzuhören und die Kritik am aktuellen Corona-Kurs der Bundes- und Landesregierung mitzunehmen.

Waren Baumärkte nach dem ersten Lockdown noch Gewinner der Krise, hat sich das Blatt im zweiten Lockdown um 180 Grad gewendet und nun stehen dem Unternehmen nicht mal mehr die Beantragung von Corona-Hilfen zur Verfügung. Dies hat rechnerische Gründe, die den Umsatzrückgang verzerrt aussehen lassen und nicht die brenzlige Situation im inhabergeführten Unternehmen abbilden.

Auch wird die grundsätzliche Schließung der Baumärkte nicht mehr als verhältnismäßig angesehen und man muss tatenlos zusehen, wie die Konkurrenz von Lidl, Aldi und Co. ganze Baumarktsortimente anbieten darf – mit deutlich mehr Kundschaft pro Quadratmeter und ohne Terminvergabe.

Ich kann Familie Hotze in kaum einem Punkt widersprechen. Wie ich es in den letzten Tagen bereits erklärt habe, ist ein festhalten an der reinen Inzidenz und einem pauschalen Lockdown nicht mehr der sinnvollste Weg. 10.000 Klagen gab und gibt es schon gegen die Maßnahmen, die immer komplexer und detaillierter werden. Was alle Unternehmen und die Menschen brauchen, sind verlässliche Perspektiven. Ich habe der Familie Hotze zugesagt, die vorgebrachten Punkte an unsere Wirtschaftsminister heranzutragen.

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