Bielefeld – Hannover – Berlin: Beermann hakt im Bundesverkehrsministerium nach

PM Abgeordnete im VerkehrsministeriumWie kürzlich angekündigt fand nun das Treffen der Abgeordneten der beiden Regierungsfraktionen mit dem Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, in Berlin statt, um Stellung gegen die zweigleisige trassenferne Schienenausbauvariante Hannover-Bielefeld zu beziehen. Der heimische CDU Bundestagsabgeordnete Beermann unterstreicht nach diesem Treffen die Ablehnung gegenüber der Tunnelstrecke zwischen Porta Westfalica und Echtorf (Bückeburg) und der Landschaftszerschneidung im Schaumburger Land durch zwei zusätzliche Gleise.

Zusammen mit seinen Kollegen von der CDU und SPD aus Wahlkreisen entlang der Trasse Bielefeld-Hannover erläuterte Beermann dem zuständigen Staatssekretär Enak Ferlemann ausführlich die Gründe ihrer Ablehnung der geplanten Neubaustrecke. Sie forderten das Bundesverkehrsministerium eindringlich auf, die Interessen der heimischen Region zu berücksichtigen und anstatt der aufgeführten Neubaustrecke den 4-gleisigen Ausbau Minden-Haste mit den damit verbundenen Lärmschutzmaßnahmen voranzutreiben.

In dem sachorientierten Gespräch erklärte Staatssekretär Ferlemann, dass der Planungskorridor nicht einfach nur Bielefeld – Hannover sei, sondern sich von Rotterdam nach Warschau erstrecke. Bislang gäbe es keine Festlegung auf eine bestimmte Ausbauart sondern lediglich den Willen, dass ein (Neu-)Ausbau stattfinden solle, da dies eine Kernstrecke in Deutschland sei. Ferlemann sicherte zu, die Bedenken und Argumente aufzunehmen und das geplante Vorhaben nochmals genau zu prüfen. Er erläuterte zudem, dass Lärmschutzmaßnahmen – sowohl aktiv als auch passiv – mittlerweile nicht nur beim Neubau sondern auch beim Ausbau ergriffen werden. Beermann übergab dem Staatsekretär einen Fragekatalog mit Fragen, welche er in zahlreichen Gesprächen im Wahlkreis aufgenommen hatte und welche nicht abschließend geklärt werden konnten.

Beermann verdeutlicht: „Ziel ist es, dass im Kabinettsbeschluss, der vor Beginn des Sommers gefasst werden soll, die Tunnelstrecke und die Zerschneidung der Landschaft durch zwei zusätzliche Gleise, nicht mehr enthalten ist. Dafür muss der 2-gleisige trassennahe Ausbau der Strecke Minden-Haste eindeutig im Bundesverkehrswegeplan festgelegt werden. Ich will, dass der Parlamentsbeschluss für das Ausbaugesetz aus dem Jahre 2004 wirksam wird. Das Gespräch war ein weiterer wichtiger Schritt für das gemeinsame Ziel unserer Region. Ich bleibe in jedem Fall am Ball. Das sind wir vor allem den vielen Bürgerinnen und Bürgern schuldig, die sich aus guten Gründen gegen die geplante Neubaustrecke engagieren.“

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