Bundeswettbewerb Bioenergie-Kommunen 2016

Im Rahmen der Gemeinschaftsschau „Lust aufs Land“ auf der Internationalen Grünen Woche startete das Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft den Bundeswettbewerb „Bioenergie-Kommunen 2016″.

Die bereits vierte Auflage des Wettbewerbs für Bioenergiedörfer wartet in diesem Jahr mit einer Neuerung auf. Erstmals können auch größere Kommunen am Wettbewerb teilnehmen und erweitern so den Teilnehmerkreis. Neben den Dörfern und Gemeinden in Deutschland, die mindestens 50 % ihres Strom- und Wärmebedarfs aus regional erzeugter Biomasse decken, sind auch Städte und Stadtteile dazu aufgerufen, die sich mindestens zu 30 % mit Bioenergie versorgen können, am bundesweiten Wettbewerb teilzunehmen.

Prämiert werden drei besonders innovative Kommunen, die ihre Bioenergiepotenziale in vorbildlicher Weise nutzen. Anhand der nachfolgenden Kriterien wird eine unabhängige Jury drei Gewinner auswählen. Bewertet werden:

– der Versorgungsgrad mit Bioenergie,
– die intelligente Nutzung von Biomasse in Systemen mit weiteren erneuerbaren Energien,
– Effizienz, Nachhaltigkeit und Innovation,
– die regionale Wertschöpfung und Beteiligung der Bevölkerung.

„Die Bioenergie-Kommunen 2016 sollen somit eine Vorbildwirkung für die Entwicklung ländlicher Regionen und die dezentrale Nutzung von Biomasse entfalten“, so Beermann. Die verlässliche und zugleich flexible Bioenergie sei absolut unverzichtbar für unseren künftigen Energiemix. Die dezentralen Beispiele zeigten, wie erfolgreich Biomasse als Energieträger zur Versorgungssicherheit beitragen könne. Daher müsse der Bioenergie auch eine Perspektive bei der Novellierung des Gesetzes zur Förderung Erneuerbarer Energien (EEG 2016) gegeben werden.

Die mit jeweils 10.000 Euro dotierten drei Preise „Bioenergie-Kommune 2016“ werden vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft ausgeschrieben, die Preisgelder sollen für die Weiterentwicklung der regionalen Bioenergiekonzepte zum Einsatz kommen. Bewerbungsschluss ist der 15. Mai 2016.

Weitere Informationen stehen auf www.bioenergie-kommunen.de zur Verfügung.

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