Das Karussell muss sich weiterdrehen

Heute habe ich auf der Demonstration des Deutschen Schaustellerbundes in Berlin vorbei geschaut. Mehr als 3000 Schaustellerfamilien aus ganz Deutschland sind zum Teil mit ihren Buden und Fahrgeschäften nach Berlin gekommen um für eine stärkere Unterstützung in der Corona Krise zu demonstrieren. Ich habe mir gemeinsam mit vielen Kolleginnen und Kollegen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion einen Eindruck der Situation vor Ort gemacht, um mit den Schaustellern ins Gespräch zu kommen. In den letzten Wochen konnte ich schon bei einigen Terminen vor Ort erfahren, wie schlimm es um das Schaustellergewerbe momentan aussieht:
„First out, last in“ gibt die Dramatik, die sich für diese Betriebe ergibt, nur annähernd wieder. Seit März gilt für diese ein faktisches Berufsverbot. Alle Feste, Märkte und Veranstaltungen sind abgesagt – aktuell bis zum 31. Oktober 2020. Die Betriebe mit Fahrgeschäften haben seit Herbst letzten Jahres keine Einnahmen mehr, die Betriebe mit gastronomischen Angeboten konnten die letzten im Dezember verzeichnen. Damit werden etliche Schausteller über einen Zeitraum von bis zu 19 Monaten keine Einnahmen mehr haben. Schlimmer noch – es fehlt eine Perspektive, wann und unter welchen Bedingungen sich diese Situation ändert. Auch in meinem Wahlkreis und der Umgebung fallen in diesem Jahr viele große Jahrmärkte aus. Ich denke an die Rintelner Messe, den Jahrmarkt in Rodewald, das Altstadtfest in Nienburg, den Krammarkt in Stadthagen oder den Martinimarkt in Wiedensahl.
Wir wollen Schausteller gezielt mit eigenen Maßnahmen unterstützen. Unser Ziel muss aber bleiben, dass sie so schnell wie möglich ihre Geschäfte wieder öffnen dürfen, um uns alle zu bereichern und Kinderaugen erneut zum Strahlen zu bringen.

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