Der Mittelstand wünscht sich mehr politische Unterstützung

 
Gemeinsam mit Bürgermeisterkandidatin Doris Neuhäuser, Ulrich Seidel und Veit Rauch traf ich mich mit den Geschäftsführern Richard Hartinger, Edgar Bischoff und Thomas Mertens von riha WeserGold in Rinteln.
Dabei richtete sich die Führungsetage des Unternehmens auch mit konkreten Sorgen und Anliegen an mich.
Die bestehende Pandemie hat man von Beginn an mit vielen Sicherheitsvorkehrungen bisher gut überstanden. Dies tröstet aber nicht darüber hinweg, dass auch diese hier erhebliche Wunden hinterlassen habe.
Umso verständlicher, dass Edgar Bischoff, Geschäftsführer für Technik, Produktion und Qualität, Kritik äußerte und einiges, was belastet und ärgert auf den Punkt brachte.
Man will in innovative Technologie investieren, aber fordert dann auch mehr Unterstützung seitens der Politik. Dies gilt insbesondere auch für den Wasserbereich. Man habe das Gefühl, dass mehr gefordert wird, als der Mittelstand leisten kann, meint Bischoff.
 
Er beklagt, dass Reglementierungen immer größer werden, diese aber von Leuten beschlossen werden, die keine Erfahrung in einem Werk gesammelt haben. Es sei schon schwierig, Lösungen zu bieten, die schnell und zielstrebend umgesetzt werden müssen, aber der bestehende Pragmatismus erschwert genau dieses.
Ein wichtiges Thema war die Anrechnung von Co2 speichern, welches dringend weiter in Bund und Land diskutiert werden muss.
 
Thomas Mertens, Geschäftsführer Materialwirtschaft, sprach das Thema Nutri-Score an. Sollten Fruchtsäfte nicht als Lebensmittel eingestuft werden, sondern als Getränke, erscheint eine Cola light gesünder als zum Beispiel ein Apfelsaft. Und das kann so nicht angehen. Säfte sind gesünder und das müsse den Endverbraucher deutlich signalisiert werden. Auch hier wünscht man sich Unterstützung seitens der Politik. Außerdem werden Energiekosten zu hoch und es steht in keinem Verhältnis mehr, was man hier zu zahlen hat. Irgendwo ist die Grenze erreicht, meint Mertens.
Die Wirtschaft nicht allein lassen – ein deutliches Signal eines mittelständischen Unternehmens.
Deshalb werde ich eine Videokonferenz mit Thomas Bareiß, Parlamentarischer Staatsekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie anberaumen und bin mir sicher, dass viele Fragen dort nochmals zielfördernd beantwortet werden können und es zu einem konstruktiven und wichtigen Austausch kommt.
Ich danke Herrn Hartinger, Herrn Bischoff und Herrn Mertens für die offenen und kritischen Worte. Ich bin immer dankbar für genau diese Gespräche.
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