Die Endlagersuche beginnt – erneut

Wie viele sicher schon aus der Presse entnommen haben, beginnt derzeit die neue Endlagersuche für unseren Atommüll. Großflächig wurden dabei Gebiete in Deutschland identifiziert, die auf Basis von vorhandenen geologischen Daten auf ihre Eignung untersucht wurden und weiter untersucht werden. Dabei wurden allein in Niedersachsen 45 Städte und Landkreise mit fast der Hälfte der Landesfläche Niedersachsens identifiziert – darunter eben auch unsere beiden Landkreise Nienburg und Schaumburg. Das ist auf den ersten Blick wenig verwunderlich bei der breiten Auswahl, die sich in fast jedem Bundesland so wiederfinden lässt, doch bedeutet es, dass wir nun Teil des offiziellen Verfahrens werden und uns deshalb beteiligen werden. Das bedeutet nicht nur die Verwaltung und Politik, sondern auch die Öffentlichkeit.
Hierbei handelt es sich um ein wahres Generationenprojekt: Die einzelnen Verfahrensschritte regelt hierbei das Standortauswahlgesetz (StandAG). Das Verfahren soll transparent und mit allen Kriterien öffentlich ablaufen. Es wurde auf Basis der Empfehlungen der Endlagerkommission entwickelt und trat im März 2017, nach sehr langer öffentlicher Diskussion, in Kraft. Bis zum Jahr 2031 soll laut Gesetz innerhalb Deutschlands der Standort für ein Endlager für hochradioaktiven Müll gefunden werden. Erst ab 2050 ist mit einer ersten Einlagerung zu rechnen. Nach dem Atomausstieg bleiben etwa 1.900 Behälter mit 27.000 Kubikmetern hochradioaktiven Abfällen, die dauerhaft sicher endgelagert werden müssen.
Die bisherige Auswahl erfolgte einzig aus Gründen der Geologie, selbst die Hauptstadt Berlin befindet sich hierbei mit einigen Flächen in der Auswahl. Andere Faktoren wurden bisher nicht berücksichtigt und kommen in den weiteren Verfahrensschritten. Nun heißt es sich zu informieren und auf die weiteren Schritte gemeinsam vorzubereiten.

Weitere Informationen findet ihr auf: https://www.base.bund.de/DE/themen/soa/soa_node.html und https://www.bge.de/de/endlagersuche/

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