Die Samtgemeinde Mittelweser zukunftsfähig …

Die Samtgemeinde Mittelweser zukunftsfähig aufzustellen war der rote Faden quer durch das gemeinsame Gespräch des Samtgemeindebürgermeister Jens Beckmeyer und mir im Rathaus in Stolzenau. Anlass des zweistündigen Austausches war die voraussichtliche Gewährung von Fördermitteln zur Sanierung kommunaler Schwimmbäder durch das Bundesinnenministerium.

„Wir wollen mit der Sanierung eine Perspektive für die Bäder in Stolzenau und Landesbergen schaffen“, zeigte Beckmeyer mir mit dem Sanierungskonzept auf, „damit alle Besuchergruppen auch in Zukunft ein Freibad mit entsprechendem Angebot in ihrer Nähe haben.“ Diese erforderliche Veränderung löse nicht bei allen Bürgerinnen und Bürgern Zustimmung aus, doch müssten die Betriebskosten der Bäder gesenkt werden, um sie dauerhaft erhalten zu können. Die Alternative sei nicht die Sanierung des Bestandes und alles bleibe wie gehabt; sondern eine intensive Auseinandersetzung mit der Fragestellung, ob und in welchem Umfang die Bäder zukünftig erhalten werden können. „Wir sind hier leider im Haushaltssicherungsverfahren“, so Beckmeyer.

Auch der Kiesabbau, der das Bild der Samtgemeinde entlang der Weser prägt, war Thema und Beckmeyer verdeutlichte den aktuellen Diskussions- und Planungsstand auf einer Karte. „Grundsätzlich steht die Samtgemeinde Mittelweser weiteren Abbaugebieten kritisch gegenüber. Soweit aufgrund übergeordneten Planungen weitere Abbaugebiete auszuweisen sind, sei wichtig, dass wir eine sinnvolle, nachhaltige und auch wirtschaftliche Nachnutzung der be- und entstehenden Gewässer erreichen und dies daher stärker mit den Investoren verhandeln, als dies noch vor 10 Jahren geschah. Ebenso sind die planungsrechtlichen Möglichkeiten eng mit den Genehmigungsbehörden abzustimmen“, so Beckmeyer.

Wenn Mittelweser hier mutig ist und die Chancen, die sich durch die Wasserflächen auch ergeben, ergreift, kann sich dies zum Alleinstellungsmerkmal für die Region entwickeln. Wir nutzen auch die Weser bisher nicht in dem Maße, wie es möglich wäre.