Digitalisierung in der Landwirtschaft, Beermann wird Berichterstatter

Pressefoto BeermanAls Mitglied im Ausschuss Digitale Agenda regte der heimische Abgeordnete Maik Beermann (CDU) an, dass das Thema Digitalisierung in der Landwirtschaft mehr Beachtung finden solle.

„Moderne Informationstechnologien und digitale Datennutzung nehmen bereits heute in der Landwirtschaft einen breiten Raum ein und sind von elementarer Bedeutung für eine präzise Prozessteuerung in der gesamten Ablaufplanung eines landwirtschaftlichen Betriebes. Daher freue ich mich sehr, als neuer Berichterstatter dieses Thema begleiten zu dürfen“, so Beermann.

In der Tierhaltung überwachen Sensoren schon längst die Funktionen der Stalltechnik und ermöglichen im Störungsfall eine schnelle Reaktion des Land¬wirts und/oder des Herstellers des Produktes. Entsprechendes gilt für die Pflanzenproduktion. Der Landwirt, der auf dem Feld fährt, wird in Echtzeit mit Satellitendaten versorgt, die die optimale Fahrtroute auf dem Feld berechnen, so dass er Flächen nicht doppelt überfährt. Dadurch wird der Boden geschont und Betriebsmittel ressourcenschonend und effizient eingesetzt. Das bedeutet weniger Dieselkraftstoffverbrauch für den Traktor, weniger Einsatz von Saatgut, Pflanzenschutzmitteln, Düngemitteln und damit Zeit- und Kostenersparnis für die Betriebsführung und den Betriebserfolg.

„Um den Transport der wachsenden Datenmengen zu gewährleisten, ist eine entsprechende Infrastruktur erforderlich, die auch zukünftigen Anforderungen gewachsen ist. Trotz Verbesserungen bei der digitalen Grundversorgung gibt es immer noch Gebiete, in denen die Möglichkeiten der Internetnutzung nicht bedarfsgerecht sind. Schwerpunktmäßig sind hier dünn besiedelte ländliche Regionen betroffen. Deshalb kommt dem bundesweiten Breitbandausbau in ländlichen Regionen auch für die Landwirtschaft eine sehr große Bedeutung zu“, erläutert Beermann weiter.
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft leistet seit 2008 mit der Breitbandförderung im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) seinen Beitrag, damit unterversorgte länd¬liche Gebiete besser an die Datenautobahn angeschlossen werden. Zudem stellt das Bundeslandwirtschaftsministerium bis zum Jahr 2017 im Rahmen der Initiative „Forschung für die Praxis“ 300 Millionen Euro für die Forschung bereit.

„Die Digitalisierung in der Landwirtschaft ermöglicht leichteren Zugang zu den weltweiten Agrarmärkten, besseres Betriebsmanagement und eine effizientere Nutzung der landwirtschaftlichen Ressourcen, beispielsweise durch zielgerichtete Düngung und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Trotz aller Automatisierung sind die Landwirte unverzichtbar, denn ein Computer kann keinen Landwirt ersetzen“, so Beermann abschließend.

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