Ein Schritt zum besseren Wolfsmanagement

Der heimische Bundestagsabgeordnete Maik Beermann (CDU) begrüßt den am Mittwoch im Bundeskabinett verabschiedeten Gesetzentwurf zur Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes in Bezug auf den Wolf, als ersten Schritt hin zu einem vernünftigen Wolfsmanagement.

Das Bundeskabinett hat in seiner Sitzung am Mittwoch den, seitens des Bundesumweltministeriums eingebrachten, Referentenentwurf zur Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes in Bezug auf den Umgang mit dem Wolf und die Rechtssicherheit bei der Erteilung von Ausnahmen von artenschutzrechtlichen Zugriffsverboten, verabschiedet.

Beermann äußerte sich hierzu: „Seit mehr als einem Jahr weisen wir anhand der Risse des Rodewalder Rudels darauf hin, dass ein vernünftiger und pragmatischer Umgang mit dem Wolf auch durch die entsprechenden Bundesgesetze gestattet sein muss. Mit dem nun vorliegenden Gesetzentwurf reagiert das Bundesumweltministerium nun endlich auf die bei uns lange bekannte Erkenntnis: Wenn der Herdenschutz bei Rindern nicht mehr abschreckend wirkt und Wölfe sich auffällig verhalten, dann muss der Abschuss solcher Problemwölfe erlaubt sein.“

„Ich freue mich, dass das Bundesumweltministerium endlich seine Blockadehaltung in Bezug auf den Umgang mit Wölfen aufgegeben hat. Das was am Mittwoch im Kabinettsentwurf verabschiedet wurde, ist allerdings noch lange nicht genug. Unsere Bundesministerin Julia Klöckner hat sich vehement für die Aufnahme einer Bestandsregulierung, wie sie in Artikel 16 der FFH-Richtlinie der EU vorgesehen ist eingesetzt. Das SPD-geführte Bundesumweltministerium war hierzu allerdings nicht bereit“, so der CDU-Abgeordnete. „Als CDU/CSU-Bundestagsfraktion werden wir den parlamentarischen Gesetzgebungsprozess in den kommenden Wochen nun dazu nutzen, auf ein vorbeugendes und aktiv die Wolfsbestände regulierendes Wolfsmanagement hinzuwirken.“

„Der Schutz der Menschen in den ländlichen Räumen hat für uns die höchste Priorität, Weidetiere und heimische Arten wie das Muffelwild in Schaumburg am Bückeberg haben dasselbe Recht auf Tierschutz wie Wölfe. Wir brauchen daher eine konstruktive Herangehensweise an diese Thematik. Aktionen wie die von Wolfsschützern, die einen etwaigen Abschuss verhindern wollen, sind nicht nur für die Wolfsschützer gefährlich, welche sich bei der Jagd verletzen könnten, sondern auch für unsere Region, da durch eine Behinderung der Wildschweinjagd sowohl die Gefahr eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest steigt, wie auch die durch Wildschweine angerichteten Schäden an Wiesen und Äckern“

„Der Wolf wird uns in der politischen Debatte weiter begleiten. Wir werden uns weiterhin auf allen politischen Ebenen für ein vernünftiges Wolfsmanagement einsetzen und wolfsfreie Zonen, wie ich sie für unsere Muffelwildpopulationen im Schaumburger Land fordere, auf die Tagesordnung setzen. Hierzu gehört selbstverständlich auch die Europäische Union: Hier setzen wir uns als CDU/CSU dafür ein, dass Wolfsbestände zukünftig realistisch – also grenzübergreifend und nicht national – zu betrachten sind“, erklärt Maik Beermann abschließend.

 

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