Einführung von bundeseinheitlichen Netzentgelten im Übertragungsnetz

Kürzlich hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) den Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung der Netzentgeltstruktur (NEMoG) vorgelegt. Dieses sieht unter anderem eine faire Verteilung der Kosten der Energiewende auf die Netznutzer in Deutschland vor, in dem die Netzentgelte
im Übertragungsnetz bundesweit vereinheitlicht werden.

Der heimische Bundestagsabgeordnete Maik Beermann befürwortet eine faire Verteilung der Kosten der Energiewende auf die Netznutzer in Deutschland:

„Infolge der Ungleichverteilung der Kosten findet seit Jahren ein großer Anstieg der Netzentgelte in den von der Energiewende stark betroffenen Regelzonen statt. Hauptursache für den Anstieg ist die notwendige Umgestaltung des Übertragungsnetzes mit dem Ziel, erneuerbare Energien vollständig ins Netz zu integrieren. Dies führt dazu, dass die Menschen und die Wirtschaft im Wahlkreis, welche in der TenneT-Regelzone ihren Strom beziehen, höhere Stromkosten haben als andere.“

Durch die Einführung einheitlicher Netzentgelte würde ein Industriekunde im Höchstspannungsnetz der TenneT mit einem Verbrauch von rund 300.000.000 kWh/a rund 3,9 Mio. Euro, also rund ein Drittel seiner Stromkosten, einsparen. Für einen Drei-Personen-Haushalt in der TenneT-Regelzone mit einem Verbrauch von 3.500 kWh/a bedeuten bundeseinheitliche Netzentgelte eine Entlastung um bis zu 20 Euro.

Beermann ist sich sicher: „Da alle Netzkunden in Deutschland in gleichem Maße von der Energiewende profilierten und Netzausbau und Versorgungssicherheit im Übertragungsnetz ebenfalls allen Kunden zugutekommt, würden einheitliche
Netzentgelte für eine gleichmäßigere und fairere Kostenverteilung sorgen.“