Entbürokratisierung der Pflege

Derzeit unternimmt die Bundesregierung große Anstrengungen, um dem Fachkräftemangel in der Pflege durch verschiedene Maßnahmen entgegenzuwirken. Dazu gehört unter anderem die Entlastung der Pflegekräfte von unnötiger Bürokratie. „Unsere Pflegekräfte in den ambulanten und stationären Einrichtungen verbringen heute viel zu viel Zeit mit der Pflegedokumentation. Das ist wertvolle Zeit, die ihnen bei der Pflege der ihnen anvertrauten Menschen fehlt“, so der heimische Bundestagsabgeordnete Maik Beermann.

„Bei meinen Besuchen in den Pflegeeinrichtungen im Wahlkreis höre ich am allerhäufigsten die Klage verärgerter Pflegekräfte über überflüssiges tägliches Abhaken endloser Listen“, schildert der Abgeordnete seine Erfahrungen.
Das Bundesministerium für Gesundheit hat auf wissenschaftlicher Grundlage ein Modell entwickelt, mit dem eine effizientere und schlankere Pflegedokumentation möglich ist. In der praktischen Erprobung hat sich erwiesen, in welch erheblichem Umfang dadurch tägliche Arbeitszeit eingespart werden kann. In Zukunft sollen Pflegekräfte grundsätzlich nur noch Abweichungen von der Pflegeplanung dokumentieren. Dies sorgt auch für eine viel bessere Motivation. „Dieses neue Modell rückt den Menschen in den Mittelpunkt der Pflege und setzt damit an der Kernkompetenz der Pflegekräfte an“, so Beermann.

Seit Beginn des Jahres läuft daher ein vom Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung Herrn Laumann initiiertes Projekt, dass das vereinfachte Dokumentationsmodell bundesweit in allen Pflegeeinrichtungen (ambulant/stationär) einführt. Bislang haben sich bereits über 7.100 Pflegeheime und ambulante Pflegedienste für die Umstellung auf das neue Modell entschieden. Damit haben wir schon fast 30 Prozent sämtlicher Pflegeeinrichtungen in Deutschland erreicht. Auch in den Landkreisen Nienburg und Schaumburg haben bereits einige Einrichtungen auf das neue System umgestellt.

„In den kommenden Wochen und Monaten kommt es darauf an, dass die Umsetzung in den Pflegeeinrichtungen auch nachhaltig betrieben wird. Darum bitte ich alle Beteiligten, für das vereinfachte Dokumentationsmodell der Bundesregierung zu werben – gerade vor Ort“, appelliert Beermann.

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