Erststimme = Beermann-Stimme! Unser Wahlsystem kurz erklärt


Bei meinen zahlreichen Haustürgesprächen bekam ich immer mal wieder die Frage, was es mit der Erst- und der Zweitstimme auf sich hat. Daher hier eine kurze Information über unser Wahlrecht:
✖️✖️ Ihr habt bei der Bundestagswahl am 26. September zwei Stimmen.


✖️ Mit der Erststimme wählt ihr eine Person, die ihr selbst bestimmen könnt, direkt bei euch in der Heimat. Diese Person soll euch politisch in Berlin vertreten. Ihr wählt damit die Direktkandidaten, wie ich einer bin. Hier kommt es darauf an, ob ihr der Person vertraut, euch und unsere Heimat angemessen in Berlin zu vertreten. Welches Parteibuch die Person hat, sagt nichts darüber aus, wie engagiert sie im Wahlkreis tätig werden wird. Daher wird die Erststimme auch die Personenstimme genannt. Für diese werbe ich als Direktkandidat daher auch.


✖️ Mit der Zweitstimme wählt ihr eine Partei. Hier wird medial immer gern darüber gesprochen, dass ihr damit die Kanzlerkandidaten Laschet, Scholz oder Baerbock wählt. Doch das ist nicht mal die halbe Miete. Ihr wählt ein ganzes Parteiprogramm mit zahlreichen Punkten, die euer Leben in Zukunft bestimmen werden. Das ist weitaus bedeutender als nur die immergleichen Diskussionsthemen der Trielle im Fernsehen. Wer glaubt, das wird nicht umgesetzt, sollte sich einmal nur anschauen, was 2017 im Parteiprogramm stand und was davon von der GroKo im Koalitionsvertrag umgesetzt wurde. Über 90% der Pläne im Koalitionsvertrag haben wir umgesetzt. Ihr wählt aber auch die Listenmandate. Das sind Abgeordnete, die es nicht über die Erststimme im Wahlkreis in den Bundestag geschafft haben und von den Parteien auf diese Weise abgesichert wurden. Das ist auch der Grund, wieso es hier 3 Abgeordnete im Wahlkreis gibt und weiter geben wird, wenn ich erneut eure Erststimme erhalte.


Weil in dem Kontext auch gerne die Frage nach der Größe des neuen Bundestags aufkommt: Der Bundestag ist viel zu groß! Ich habe mich dafür eingesetzt, dass wir die Listenmandate reduzieren und zeitgleich eine Wahlkreisreform anstreben. Dies müssen wir dringend und schnell ändern, nicht erst wieder am Ende der nächsten Legislaturperiode!

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