„Es war das wohl prägendste Jahr, was wir bisher erlebt haben.“

Ein Jahr lang den „American way of life“ kennenlernen – dieser Wunsch ging für Jule-Marie Pickel und Jonas Föge in Erfüllung. Ein Jahr lang waren Jule und Jonas als junge Botschafter über das Parlamentarische-Patenschafts-Programm des Bundestages in den USA. Nun trafen sie sich mit dem heimischen Bundestagsabgeordneten Maik Beermann (CDU), der für das Austauschjahr Pate stand, um über ihre Erfahrungen zu berichten. „Was die beiden nach dem Jahr zu erzählen hatten, war beeindruckend“, erklärt Beermann.

PPP Treffen
Jonas Föge, Jule-Marie Pickel und Maik Beermann

Während Jule im Bundestaat Indiana zur High School ging, studierte Jonas in Alaska. „Es war das wohl prägendste Jahr, was wir bisher erlebt haben“, waren sich die beiden einig.

„Die unglaubliche Landschaft Alaskas ist jeden Tag aufs Neue atemberaubend. Man lebt dort so nah an der Natur, sieht viele wilde Tier, erlebt den harschen Winter und viel mehr. Ich habe Freunde fürs Leben gefunden und die freundliche, offene Art der Amerikaner zu lieben gelernt. Mir gefällt die generell positive Grundeinstellung die dort herrscht. Auch außerhalb von Alaska habe ich einiges sehen können. Ich habe Weihnachten in Florida verbracht, war in Las Vegas und habe Urlaub in Kalifornien, bei Freunden die ich dort kennengelernt habe, verbracht. Ich bin unglaublich dankbar für jeden, der mir dies ermöglichte“, berichtete Jonas.

„Natürlich hat man Angst vor dem, was einem in diesem Jahr erwartet. Man lässt Freunde und Familie zurück, um in einem relativ fremden Land, in einer bis dahin fremden Familie, zu leben. Doch es fühlt sich gut an mal aus seiner Komfort-Zone heraus zu gehen, etwas Neues zu machen“, sagte Jule. „Die Landschaft Indianas ähnelt dem Norden Deutschlands. Auch das Klima ist relativ ähnlich, aber die Temperaturen dort gehen etwas mehr in die Extremen als hier. Meine High School war relativ groß. Anfangs hatte ich Angst in der Schule nicht mitzukommen, doch das legte sich schnell. Das amerikanische Schulsystem ist anders als das Deutsche und kam mir entspannter und auch etwas leichter vor. Es war nicht nur ein Austausch der amerikanischen und deutschen Kultur. Im Laufe der Zeit habe ich Jugendliche aus der ganzen Welt getroffen. Ich hatte das Glück viel reisen zu dürfen und habe außer Indiana noch 9 weitere Staaten besucht.Ich möchte ich mich sehr bei dem Bundestag und besonders bei Maik Beermann für dieses Stipendium bedanken. Es war die bisher wertvollste Zeit meines.“

Für Jule geht es jetzt in der 11. Klasse am Gymnasium in Nienburg weiter. Jonas ging zurück nach Alaska, um dort weiter zu studieren. „Ein sehr mutiger Schritt. Ich wünsche ihnen jedenfalls alles erdenklich Gute für eine mit Sicherheit erfolgreiche Zukunft“, zeigt sich Beermann zuversichtlich.

Das Parlamentarische Patenschafts-Programm gibt seit 1983 jedes Jahr 285 Schülerinnen und Schüler sowie 75 jungen Berufstätigen die Möglichkeit mit einem Stipendium des Deutschen Bundestages ein Austauschjahr in den USA zu erleben. Zeitgleich sind 350 junge US-Amerikaner zu einem Austauschjahr zu Gast Deutschland. Das PPP ist gemeinsames Programm des Deutschen Bundestages und des US-Congress. Es steht unter der Schirmherrschaft des Bundestagspräsidenten.

Ab Mai 2016 beginnt die nächste Bewerbungsrunde für ein PPP-Stipendium im Programmjahr 2017/2018. Wer Interesse hat ein Jahr lang in den USA zu verbringen, kann sich schriftlich per Post oder Mail an maik.beermann@bundestag.de an das Büro des Bundestagsabgeordneten wenden um weitere Informationen zu erhalten.

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