EU: Bessere Kennzeichnung von Lebensmitteln

Der heimische Bundestagsabgeordnete Maik Beermann (CDU), stellt zu der teilweise irreführenden Berichterstattung zur europäischen Lebensmittelverordnung klar, dass die neue Verordnung nur für Unternehmen nicht aber für Privatpersonen und Vereine gelte die gelegentlich Kuchen, belegte Brötchen oder eine Bratwurst bei z.B. Sportveranstaltungen oder Vereinsfesten verkaufen.

„Ich begrüße, dass Eltern oder Vereine weiterhin in Kindergärten und Schulen selbstgemachtes Essen zu den Geburtstagsfeiern, Frühlingsfesten und Weihnachtsbasaren mitbringen können ohne diese zu Kennzeichnen. Wer gelegentlich privat oder ehrenamtlich Essen spendet, fällt nicht unter die Kennzeichnungspflicht der neuen Lebensmittelverordnung“, so Beermann.

Die EU-Verordnung zur Lebensmittelinformation legt Anforderungen für die Kennzeichnung von Lebensmitteln fest. Das Ziel ist ein hoher Gesundheitsschutz von Verbrauchern insbesondere von Allergikern. Verbraucher werden besser über Inhaltsstoffe von Lebensmitteln informiert. Auch bei nicht verpackten Lebensmitteln, sogenannter loser Ware, ist die genaue Kennzeichnung dieser Stoffe künftig verpflichtend. „Unglücklicherweise leiden immer mehr Menschen unter Allergien oder Unverträglichkeiten“, sagt Maik Beermann, „deshalb befürworte ich die deutliche und bessere Kennzeichnung von Lebensmitteln . Sie bringt mehr Sicherheit, vor allem für Kinder, deren Eltern jetzt besser informiert werden.“ Gleichzeitig kritisiert Beermann die Mehrbelastung für das Gaststättengewerbe. „Für dieses Gewerbe ist es oftmals praktikabler und zielführender mündlich Auskunft über die Inhaltsstoffe der Speisen zu geben, gerade vor dem Hintergrund der täglich wechselnden Zutaten“. Dies sei vertrauenswürdiger, zuverlässiger und sicherer – vor allem hinsichtlich der möglichen gesundheitlichen Auswirkungen auf den jeweiligen Gast – als eine Kennzeichnung auf der Speisekarte. „Wichtig sei“, so Beermann weiter, „dass sich die Beschäftigten in der Gastronomie auf die neuen Anforderungen vorbereiten, um die Gäste weiterhin kompetent beraten zu können.“

Die Verordnung tritt am 13. Dezember 2014 in Kraft, sie wurde bereits im Oktober 2011 durch das Europäische Parlament verabschiedet. Die EU-Verordnung gilt für Lebensmittelunternehmer. Dazu zählen alle Unternehmen, die Lebensmittel produzieren, verarbeiten oder vertreiben. Ehrenamtlich tätige Privatpersonen sind davon ausdrücklich ausgenommen. Deutschland muss sein nationales Recht an die EU-Verordnung anpassen. Ein Entwurf befindet sich derzeit beim Bundeslandwirtschaftsministerium.

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