EU darf Meisterbrief nicht in Frage stellen

Maik Beermann unterstützt Initiative im Bundestag:

Der Koalitionsantrag „Der deutsche Meisterbrief – Erfolgreiche Unternehmerqualifizierung, Basis für handwerkliche Qualität und besondere Bedeutung für die duale Ausbildung“ wurde im Bundestag beraten. Der heimische CDU Bundestagsabgeordnete Maik Beermann unterstützt die fraktionsübergreifende Initiative zur Stärkung des Meisterbriefes.

„Der deutsche Meisterbrief ist die Basis für den Erfolg der dualen Ausbildung im Handwerk. Erst die Kenntnisse, die dem Handwerker in der Meisterschule vermittelt werden, befähigen ihn gleichzeitig zum erfolgreichen Unternehmer und Ausbilder. In über 130 Gewerken bilden Handwerksbetriebe rund 400.000 junge Menschen aus. Die Ausbildungsleistung des deutschen Handwerks ist, gemessen an der Gesamtbeschäftigtenzahl, mit acht Prozent mehr als doppelt so hoch wie in der Gesamtwirtschaft. Dabei sind nicht die zulassungsfreien Gewerke die Ausbildungsbetriebe, sondern mit rund 95 Prozent die Meisterbetriebe. Insbesondere diese Gewerke leisten damit einen großen Beitrag zur Fachkräftesicherung in unserem Land und zu der mit acht Prozent geringsten Jugendarbeitslosenquote in ganz Europa“, stellt Beermann die Bedeutung des Deutschen Meisterbriefes heraus.

Mit Blick auf die aktuelle Transparenzinitiative der EU-Kommission, in der alle reglementierten Berufe überprüft werden erklärt Beermann, dass es nicht nachvollziehbar ist, dass die Kommission unser duales System als „best practice“ Beispiel lobt, es anderen Mitgliedstaaten im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit empfiehlt und gleichzeitig unseren Meisterbrief als Hemmnis für den Binnenmarkt scharf angreift. „Wir als Parlamentarier stehen mit einer breiten Masse hinter dem Meisterbrief, er stellt eine zentrale Säule unseres Ausbildungssystems dar“, betont Beermann, „Uns allen muss klar sein, dass wir ohne gut ausgebildete Fachkräfte den Fachkräftemangel nicht in den Griff bekommen. Nicht nur im Handwerk, sondern auch in den übrigen Wirtschaftsbereichen wird sich in den nächsten Jahren die Fachkräftesituation verschärfen. Ohne die Fachkräfte werden wir allerdings unsere großen Zukunftsprojekte, wie die Energiewende oder die Digitalisierung, schlicht nicht „meistern“ können. Die duale Ausbildung und der Meisterbrief bilden in Deutschland seit Jahren eine feste Einheit.“

„Die Förderung der beruflichen Bildung ist ein klar definiertes Ziel der Großen Koalition – ich werde mich daher mit meinen Kolleginnen und Kollegen in Berlin dafür einsetzen, dass eine Gleichwertigkeit von Meister und Bachelor, nach der fachlichen, nun auch eine gesellschaftliche Anerkennung erfährt“, so Beermann weiter.

„Unsere duale Berufsausbildung darf nicht zur Ausbildung zweiter Wahl verkommen. Gemeinsam mit den Handwerks- und Handelskammern in unserer Region möchte ich für die Attraktivität und Vielfalt dieser Berufe und des Meisterbriefes werben. Wir müssen die vielfältigen individuellen Karrieremöglichkeiten – von der Ausbildung bis zum Studium oder der Selbständigkeit als Stärke herausarbeiten“, so Beermann abschließend.

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