EU-Förderung für Samtgemeinde Liebenau und Verein Herberge zur Heimat

Zusammen mit Nadine Schlier (Samtgemeinde Liebenau) und Matthias Mente (Verein Herberge zur Heimat) freute sich der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Maik Beermann über den kürzlich ergangenen Förderbescheid für das von der EU und dem Bund getragene EHAP- Kooperationsprojekt.

Brücke zur IntegrationDie EU-Kommission hat das operationelle Programm des „Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen (EHAP)“ für Deutschland angenommen. Mit einem finanziellen Volumen von insgesamt rd. 92,8 Millionen Euro werden ab diesem Jahr Projekte in ganz Deutschland gefördert, die sich an besonders benachteiligte Menschen richten. Sie sollen deren soziale Integration verbessern und die Zahl der von Armut gefährdeten Menschen reduzieren. Der Verein Herberge zur Heimat Nienburg e.V. hatte für die Region Nienburg ein Projekt „Teilhabe in der Peripherie – Inklusion von besonders Benachteiligten auf dem Lande“ beantragt und die Samtgemeinde Liebenau als Kooperationspartner gewinnen können. Während sich die Samtgemeinde nun verstärkt um EU-Zugewanderte kümmern kann, ist der Herbergsverein mit der Förderung in der Lage, die Aktivitäten der Beratungsstelle WohnWege zu intensivieren.

„Mich freut es, dass wir mit dem EHAP einen Fond haben, der die Kommunen angesichts der wachsenden Zuwanderung aus anderen EU-Staaten unterstützt“, so Beermann. „Die Förderquote von 85 Prozent seitens der EU stockt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales um weitere 10 Prozent auf, sodass der Eigenmittelanteil der Projektträger bei fünf Prozent liegt“, fasst Beermann die Förderstruktur des Programms zusammen.

Ziel ist es, die Zahl der von Armut bedrohten Menschen zu verringern und jegliche Form von Ausgrenzung und Diskriminierung zu bekämpfen. Dazu gehören die Verbesserung des Zugangs von besonders benachteiligten EU-Zugewanderten zu Beratungs- und Unterstützungsleistungen des regulären Hilfesystems, sowie die Verbesserung des Zugangs von zugewanderten Kindern zu Angeboten der frühen Bildung und der sozialen Inklusion. „Als Mitglied des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, freut es mich besonders“, so MdB Maik Beermann, „dass Kindern von EU-Zuwanderern/innen der Zugang zu bereits bestehenden Angeboten, wie Kindertageseinrichtungen oder pädagogisch begleiteten Kindergruppen erleichtert werden soll und damit frühzeitig eine Perspektive für eine erfolgreiche Bildungslaufbahn eröffnet werden kann.“ Auch die Kooperation mit der Wohnungslosenhilfe erfülle die Vorgaben des EHAP weil sich das Nienburger EHAP-Projekt an EU-Zuwanderer/innen in besonders schwierigen Lebenslagen, deren Kinder, sowie Wohnungslose und von Wohnungslosigkeit Bedrohte richte.

Im Dialog mit Wolfgang Husemann vom BMAS erörterten der heimische Abgeordnete Beermann sowie die Projektvertreter den weiteren Ablauf des Projektes und zeigten sich alle einig darin, dass es ein Gewinn für den Landkreis Nienburg darstellt.

„In den kommenden Wochen werden wir das Projektteam zusammenstellen, den Projektgedanken mit Leben füllen und in einigen Wochen unser Konzept der Öffentlichkeit vorstellen“, erklärte Matthias Mente die weiteren Schritte. „Ich freue mich, dass es gelungen ist, im Zusammenspiel mit Politik, Samtgemeinde und dem Verein Herberge zur Heimat, diese Projektförderung in den Landkreis Nienburg zu holen“, äußerte der Bundestagsabgeordnete Maik Beermann abschließend. Er werde das Projekt gerne weiter begleiten.

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