EU-Projektage an der IGS Rodenberg

Anlässlich des EU-Projektages besuchte der heimische Bundestagsabgeordneten Maik Beermann (CDU) die IGS Rodenberg. Nach einem kurzen vorbereitenden Gespräch mit Schulleiterin Bode-Vogt über die aktuelle Situation der Schulentwicklung, stand eine Diskussionsrunde mit einer 10. Klasse auf dem Programm.

„Mir macht das wirklich immer sehr viel Spaß mit der nachfolgenden Generation zu reden und vor allem ihre Gedanken und Ideen zu erfahren. Der Austausch mit den jungen Leuten aus meinem Wahlkreis ist mir sehr wichtig“ sagte der Abgeordnete zu Beginn des Gesprächs.

Beermann berichtete den Schülerinnen und Schülern von seinem Werdegang von der Sparkasse in die Bundespolitik. Er gehöre zu den wenigen Abgeordneten, die mit einem Realschulabschluss den schulischen Bildungsweg beendet haben. „Das Parlament repräsentiert an dieser Stelle nicht den Schnitt der Bevölkerung“, so Beermann. Er gab den Jugendlichen einen Einblick in den Abend seines ersten Einzuges, bei dem er unerwartet einen Listenplatz errang. Umso mehr freute es ihn, dass die Bürger seine Arbeit in 2017 bei der direkt gewonnenen Wiederwahl anerkannt haben.

Schüler bekamen sodann die Möglichkeit Fragen an den CDU-Mann zu stellen. Dabei ging es vor allem um die großen Themen wie Digitalisierung, Bedingungsloses Grundeinkommen, Arbeitskräftemangel aber auch die Protestbewegung Fridays for Future. „Ich finde es schön, dass ihr Schüler euch so sehr für den Klimaschutz engagiert“ meinte Beermann, „aber geht das nicht auch an einem Samstag, bei dem nicht extra dafür die Schulpflicht verletzt werden muss?“ Beermann forderte die Schüler auf, ihn davon zu überzeugen, dass die Demonstrationen am Freitag einen besseren Zweck erfüllten als an jedem Samstag. „Wir bekommen, dadurch dass wir die Schule „schwänzen“ viel mehr mediale Aufmerksamkeit“, entgegnete eine Schülerin nach mehreren schwächeren Argumenten, „die würden wir an einem Samstag nicht erhalten.“ Dem gab Beermann grundsätzlich Recht, stellte aber in den Raum ob das Schulschwänzen nicht zum Hauptthema dadurch geworden sei und die Inhalte litten.

Ein besonderes Interesse hatten die Schüler auch an der Theorie vom Bedingungslosen Grundeinkommen. Auch hier öffnete sich Beermann für Argumente der Schülerinnen und Schüler, zeigte sich aber am Ende nicht überzeugt von den Konzepten. „Wenn alle plötzlich 700-1000 Euro mehr im Monat haben, werden die Inflation und die Lebensunterhaltskosten im selben Maße mitsteigen und das Leben wird einfach teurer in Deutschland. Das wird alle erhofften positiven Effekte zunichtemachen“, gab Beermann zu Bedenken. Wir hätten schon heute ein enges soziales Auffangnetz für die wirklich Bedürftigen.

Auch ein regionales Thema wurde ausgiebiger betrachtet. Die neue ICE Strecke zwischen Hannover und Bielefeld ist für den Landkreis Schaumburg ein besonderes Anliegen: „Ich bin für den Ausbau der bisher bestehenden Trasse, jedoch muss man das Projekt auch im großen Ganzen betrachten. Der angestrebte Deutschland-Takt wird voraussichtlich nur erreicht, wenn die ICEs auf dieser Strecke 300 Km/h fahren können“ gibt der Abgeordnete zu bedenken. Das Dialogforum werde hierbei für Klarheit und die beste Lösung sorgen.

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