Mehrgenerationenhäuser – Fundament gelegt

Anfang 2012 startete an bundesweit 450 Standorten das Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser II des Bundesfamilienministeriums. Auch die Mehrgenerationenhäuser in Stadthagen und Stolzenau im Wahlkreis Nienburg II / Schaumburg profitieren von dieser Entscheidung. Nun hat sich das Bundeskabinett im Entwurf des Bundeshaushalts 2015 auf die weitere Finanzierung der Mehrgenerationenhäuser in 2015 geeinigt. Im Etat des Bundesfamilienministeriums werden dafür einmalig die notwendigen 16,5 Millionen Euro veranschlagt.

Die von der damaligen Bundesfamilienministerin Dr. Ursula von der Leyen initiierten Häuser stärken gezielt das generationenübergreifende soziale Miteinander und Füreinander von Jung und Alt. „Das ist nicht nur ein politisches Projekt. In einer Zeit, in der der demografische Wandel immer deutlicher wird, sind diese Häuser ein wichtiger Impuls für den inneren Zusammenhalt unserer Gesellschaft“, hebt der heimische Bundestagsabgeordnete Maik Beermann die soziale Verantwortung der Mehrgenerationenhäuser hervor.

Jedes der 450 Häuser im Aktionsprogramm erhielt bereits über einen Zeitraum von drei Jahren (2012-2014) einen jährlichen Zuschuss in Höhe von 40.000 Euro. Davon wurden 30.000 Euro aus Mitteln des Bundesfamilienministeriums und des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert. 10.000 Euro wurden von der zuständigen Kommune beziehungsweise vom Land oder dem Landkreis übernommen.
„Ich freue mich sehr darüber, dass mit dem Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2015 der erste Schritt zur Sicherung der Mehrgenerationenhäuser gemacht wurde. Mit der Veranschlagung von 16,5 Millionen Euro im Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2015 kann das Modellprogramm auch im kommenden Jahr fortgeführt werden“, merkt Beermann an.

Für den Fortbestand des Programms war kurzfristig eine Finanzierung durch das Bundesfamilienministerium (3 Mio. Euro für 2015) und die Einstellung von 13,5 Mio. Euro im Haushaltsentwurf der Bundesregierung durch den Bundesfinanzminister notwendig geworden, nachdem aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) für 2015 über 10 Mio. Euro wegfielen. „Der Bund hat die zentrale Bedeutung der Mehrgenerationenhäuser erkannt und ist bereit die anfallenden Kosten zu tragen“, so Beermann.
Im weiteren Verfahren wird der Haushaltsausschuss dem Bundestag die Etatvorschläge unterbreiten. Diese werden dann voraussichtlich bei der Haushaltsberatung im Herbst vom Deutschen Bundestag beschlossen.

„Wie das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend mir mitgeteilt hat, können die im Programm befindlichen Häuser noch Ende dieses Jahres einen Antrag auf Fortsetzung der Förderung für 2015 stellen“, fügt Beermann an.

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