Firmenumbau bei Woelk

Den Sprung ins kalte Wasser machte Dennis Woelk zwar nicht direkt, aber dennoch wurde es eine große Herausforderung für ihn, als er im Alter von 26 Jahren den 1959 gegründeten Betrieb seines Großvaters mit einer Idee im Kopf übernahm und beschloss die Familiengärtnerei Woelk von der Produktion von Blumen- und Pflanzenkulturen zum Betrieb eines modernen Gartencenters in Nienburg umzubauen. Entstanden ist hierbei im April 2017 das in Betrieb genommene Gartencenter im Süden Nienburgs an der B 215. Von diesem Unternehmertum in jungen Jahren und dem Wandel des Unternehmens überzeugte sich nun der heimische Bundestagsabgeordnete Maik Beermann (CDU) im Rahmen seiner Sommertour 2018.

Schon früh beschloss Dennis Woelk den Betrieb in Zukunft fortführen zu wollen und orientierte sich bei seiner Ausbildung deshalb an diesem Wunschberufsbild. Als ausgelernter Gärtnermeister leitet er nun zusammen mit seinen Eltern Petra und Hartmut Woelk die Geschicke des Betriebes: „Auf etwa 8000 m² unter Glas und 10000 m² Freilandfläche kultivieren wir Beet- und Balkonpflanzen sowie Schnittblumen“, erklärte Woelk Beermann, sowie den Gästen von der örtlichen CDU und dem Landtagsabgeordneten Frank Schmädeke, bei einem Rundgang und ergänzte: „Wir produzieren hier noch sehr viel selbst und das merken unsere Kunden. Im Gegensatz zum Großunternehmen, welches sich auf einige wenige Pflanzen beschränkt, kultivieren wir noch über 90 Arten über das Jahr hinweg selbst, passend zu jeder Saison.“

Die Entscheidung das Gartencenter zu bauen fiel bei den Überlegungen, den Familienbetrieb breiter aufzustellen. „Die Planungen haben viel Zeit in Anspruch genommen, aber am Ende konnten wir diesen Traum Realität werden lassen und erreichen nun Menschen über den Landkreis hinaus mit unserem Angebot“, erklärt Dennis Woelk.

Auch auf dem Wochenmarkt ist Woelk ständig vertreten, kann seinen Unmut aber über Konkurrenz, die ihre Pflanzen vom Großmarkt nach Nienburg mitbringt und als vermeintlich regionale Ware anpreist, nicht verbergen. Etwas, was ihn jedoch mehr beschäftigt, ist der Wunsch nach einer Zufahrt zum Center über die B215: „Wir haben genehmigungstechnisch alles versucht, dass wir wenigstens eine Einfahrt als Einbahnstraße bauen dürfen, doch da es sich an dieser Stelle bereits um einen Abschnitt handelt, der als außerorts gilt, erhalten wir keine Erlaubnis“, berichtet Wolk den Gästen. Dem stehe auch nicht entgegen, dass nur wenige Meter weiter das Gasthaus eine Einfahrt besitze und die Straße auf 50km/h beschildert sei. Beermann sagte hier zu, dass ins Verkehrsministerium zu tragen: „Versprechen kann ich nichts, aber versuchen sollte man es doch, denn die Einfahrt über den Kreisel ist wirklich ungewöhnlich und ich begreife dies als Wirtschaftsförderung und ein erhöhter Umsatz brächte der Stadt mehr Gewerbesteuer ein. Vielleicht findet sich eine Ausnahmeregelung.“