Grünes Licht für die Auktion zur Frequenzvergabe im 2. Quartal 2015

Der heimische Bundestagsabgeordnete Maik Beermann (CDU) teilt mit, dass sich der Beirat bei der Bundesnetzagentur mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen hat, dass die Bundesnetzagentur ein Frequenzpaket von insgesamt 270 Megahertz vergeben soll.

Durch die Umstellung der Rundfunkausstrahlung auf DVB-T2 wird ab 2017 schrittweise ein zusammenhängendes Frequenzband frei und kann somit im Umfang von 2 x 30 Megahertz der Nutzung für mobiles Breitband zugeführt werden. Die besonders geeigneten Frequenzen im 700-Megahertz-Bereich – auch als die „Digitale Dividende 2“ bezeichnet – ermöglichen mit relativ wenigen Funkstationen den Netzausbau insbesondere in Regionen, die bisher auf schnelles Internet verzichten müssen. Auch werden die Netzbetreiber mit der Frequenzzuteilung verpflichtet, entlang der Bundesautobahnen und der ICE-Strecken eine vollständige Versorgung mit mobilem Breitband sicherzustellen.

„Wir im ländlichen Raum haben die größten Nachteile mit fehlendem Breitbandzugang. Ich begrüße die im 2. Quartal 2015 geplante Versteigerung und erwarte dadurch einen rascheren Ausbau mit schnellem Internet“, kommentiert Beermann.

Das Votum des Beirates ist eine gemeinsame Entscheidung von Bund und Ländern, den Bürgern überall in Deutschland hochleistungsfähiges Internet anbieten zu können. Es wurde sich darauf verständigt, dass jeder Netzbetreiber verpflichtet wird, eine flächendeckende Breitbandversorgung von mindestens 97 % der Haushalte in jedem Bundesland und 98 % der Haushalte bundesweit sicherzustellen. Dabei sollen Übertragungsraten von mindestens 50 Megabit pro Sekunde pro Antennensektor als Verpflichtung auferlegt werden.

Die Präsidentenkammer der Bundesnetzagentur hatte ihrem Beirat, der sich aus jeweils 16 Mitgliedern des Bundestages und Vertretern der Länder zusammensetzt, den Entscheidungsentwurf über die Auktions- und Vergaberegeln zugeleitet. Nach dem Telekommunikationsgesetz sind die Festlegungen und Regelungen zum Frequenzvergabeverfahren im Benehmen mit dem Beirat zu treffen.

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