Herkulesaufgabe Energiewende

Deindustrieallisierung, Energieeffizienz, Versorgungssicherheit, energetische Gebäudesanierung, Strom sparen, Kostenexplosion bei den Energiepreisen – um nur einmal ein paar Schlagworte zu nennen, die im direkten Zusammenhang mit der Energiewende genannt werden können. Es gibt mit Sicherheit noch viele mehr. All das bringt jedoch nichts „wir dürfen nicht immer nur darüber reden, es muss so langsam auch was passieren“, meint der CDU Bundestagskandidat Maik Beermann.
Es ist zu begrüßen, dass Umweltminister Peter Altmaier den Vorstoß gewagt hat, das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) zu reformieren. Beermann appelliert jedoch, in der bevorstehenden Debatte die marktwirtschaftliche Ausgestaltung der Energiewende sowie die Gewährleistung der Versorgungssicherheit ins Zentrum zu rücken. In einem marktwirtschaftlichen System entscheiden Unternehmer und Märkte über Produktion und Investition, sowie Kosten und Preise – davon sind dann auch letztendlich alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betroffen. „Wenn die Bundesrepublik Deutschland Industriestandort und Industrienation bleiben will, dann muss dem Aspekt der Versorgungssicherheit oberste Priorität eingeräumt werden. Solange für erneuerbare Energien keine ausreichenden Speichermöglichkeiten vorhanden sind, darf ein Industrieland wie Deutschalnd auf konventionelle Energieträger nicht verzichten“, macht Beermann deutlich. Gleichwohl auch die Unternehmen aufgerufen sind sich über energieeffiziente Lösungen Gedanken zu machen. Peter Altmaier hat Recht, wenn er sagt, dass die Energiewende nur mit und nicht gegen die Menschen gelingen kann.
Ein weiterer Punkt der zum gelingen der Energiewende notwendig ist, ist die längst schon fällige Verabschiedung des Gebäudesanierungsgesetzes, dass bisher durch eine Blockadehaltung von den Rot/Grün regierten Bundesländern verhindert wurde. „Die erneut gescheiterten Verhandlungen über die steuerliche Förderung der Gebäudesanierung im Bundesrat sind für mich nicht nachvollziehbar“, so der CDU Bundestagskandidat. Eine Einigung im Vermittlungsausschuss scheiterte gegenwärtig an dem uneinsichtigen Verhalten der Länder, die Steuerausfälle von angeblich 800 Millionen Euro nicht tragen wollen. Niemand rechnet hier die Millionen dagegen, die durch zusätzliche Einnahmen bei der Einkommensteuer, der Lohnsteuer, der Körperschaftssteuer und der Gewerbesteuer dazukommen werden, ganz zu schweigen von den zusätzlichen Sozialversicherungsbeiträgen, die durch die Schaffung neuer Arbeitsplätze reinkommen. Die Energiewende kann nur gelingen, wenn Bund und Länder an einem Strang ziehen und Anreize schaffen, dass künftig Energie gespart wird, „denn unsere größte Energiequelle ist die Energieeffizienz“, so CDU-Mann Maik Beermann. Es gilt also vorrangig in Maßnahmen zur Energieeffizienz und Ressourcenschonung zu investieren. Die steuerliche Absetzbarkeit von Sanierungsmaßnahmen ist das beste Mittel, die Sanierungsquote in Deutschland zu erhöhen.
Wie man als Privathaushalt dennoch schnell und einfach Strom sparen kann, zeigt ein neues Internetportal des Bundesumweltministeriums. „Verbraucher erhalten hier ohne großen Aufwand viele praktische Tipps“, so Beermann. So kann man zum Beispiel direkt einen Stromcheck für den eigenen Haushalt durchführen lassen. Passend dazu werden gleich Kontaktdaten für eine mögliche Fachberatung vor Ort genannt. Unter www.die-stromsparinitiative.de gibt es viele Möglichkeiten oder auch Beispielhaushalte um zu sehen, wie einfach es an manchen Stellen doch ist, für sein Portemonaie zu arbeiten. Das Onlineportal ist das gemeinsame Ergebnis eines Runden Tisches, an dem Vertreter von Kirchen, Wohlfahrts- und Verbraucherschutzverbänden sowie kommunaler Spitzenverbände und Verbände der Energiewirtschaft gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit beteiligt sind. „Dieses kostenlose Angebot der Website soll fortlaufend erweitert werden“, heißt es abschließend.