„Ich konnte sehen, wie das Zusammenspiel zwischen Kommunal- und Bundespolitik funktioniert.“

Tim Onkes aus Nienburg hat ein Praktikum bei mir absolviert und einen Praktikumsbericht verfasst. Viel Spaß beim Lesen:

Tim Onkes Praktikum Berlin
Tim Onkes und Maik Beermann in Berlin

„Vom 30.09.2015 bis einschließlich dem 06.10.2015 konnte ich Maik Beermann in Berlin und im Wahlkreis Nienburg/Schaumburg begleiten. In den ersten drei Tagen habe ich einen Ein-blick in die Arbeit und den Tagesablauf eines Bundestagsabgeordneten in Berlin erhalten. Am Mittwoch, den 30. September wurde ich morgens vom Büroleiter, Benjamin Müller, in der Dorotheenstraße 101, in Empfang genommen. Um mich frei im Gebäude bewegen zu kön-nen, bekam ich einen Hausausweis. Im Anschluss habe ich Herrn Beermann und sein Team, das für die Arbeit in Berlin zuständig ist, kennengelernt. Das Team in Berlin setzt sich aus dem oben schon erwähnten Benjamin Müller, Anke Walther, der Fachreferentin für die Ausschüs-se, und Lisa Richter, die sich um alle Anfragen, Termine und Korrespondenz kümmert, zu-sammen. Viel Zeit blieb nicht, der erste Ausschuss wartete schon. Der Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unter der Leitung von Paul Lehrieder. Hier konnte ich einen ersten Eindruck über die Arbeit eines Bundestagsabgeordneten bekommen.

Gegen Mittag habe ich mich mit Herrn Beermann und Herrn Müller zusammengesetzt und konnte eine Menge über die Arbeitsabläufe im Bundestag erfahren. Vor allem über die The-mengebiete von Herrn Beermanns Arbeit, aber auch über den großen organisatorischen Aufwand, der jeden Tag von dem gesamten Team bewältigt werden muss. Wichtig ist es bei all den Aufgaben, die in Berlin warten, den Wahlkreis nicht zu vernachlässigen und die Men-schen über wichtige Entscheidungen auf dem Laufenden zu halten. Es ist auch wichtig, die Sorgen und Ängste, welche durch Emails und Briefe geäußert werden, zu beantworten. Nach dem Gespräch im Büro stand der zweite Ausschuss „Digitale Agenda“ an. Im zweiten Ausschuss wurden drei Sachverständige befragt und es war für mich interessant zu sehen, wie in einem solchen gearbeitet wird. Gegen 18 Uhr war mein erster Tag in Berlin vorbei.

Am Donnerstag ging ich zuerst ins Plenum. Dort konnte ich hitzige Debatten erleben. Viele interessante Redner waren an diesem Tag vertreten. Darunter der Innenminister Thomas de Maizière, weitere Abgeordnete der CDU/CSU sowie auch Sigmar Gabriel. An diesem Don-nerstag war auch die Kanzlerin Angela Merkel für einige Zeit im Plenarsaal anwesend. Am Nachmittag war ich dann bei einer Veranstaltung für Praktikanten. Der Gesamtverband der Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie e.V.. hatte Praktikanten eingeladen und dort habe ich viel über die Arbeit und Aufgaben dieses Verbandes erfahren. Gegen 19 Uhr sind Frau Walther, Frau Richter und Herr Müller zu einer Veranstaltung von Mondelēz Interna-tional gegangen. Thema der Veranstaltung war das „Nudging“, der Versuch das Verhalten von Menschen vorherzusagen und zu beeinflussen. Auf dieser abendlichen Veranstaltung konnte man gut Kontakte knüpfen und den Tag ausklingen lassen.

An meinem letzten Tag in Berlin stand für Maik Beermann ein Interview mit dem „Streitross“ der Jungen Union Niedersachsen auf dem Terminkalender. Hier wurde Maik Beermann zu seinem Alltag als Abgeordneter, aber auch zu aktuellen Themen befragt. Das Gespräch ver-lief sehr angenehm, da sich beide Seiten schon länger kennen. Am Nachmittag stand dann noch ein Treffen mit dem Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble im BMF an. Bei dieser Veranstaltung hatten Praktikanten der CDU die Möglichkeit Fragen an Herrn Schäuble zu stellen. Es entwickelte sich ein interessantes Gespräch, in dem man viele Hintergrundinfor-mationen zu aktuellen Themen aber auch über den Menschen Wolfgang Schäuble erfahren konnte. Danach ging es für mich mit vielen neuen Eindrücken zurück nach Nienburg in den Wahlkreis und meine Heimat.

Am Montag, den 05.10. begleitete ich Herrn Beermann und Herrn Müller für zwei Tage im Wahlkreis. An beiden Tagen war der Kalender mit vielen Terminen gefüllt. Der erste Termin führte uns nach Seggebruch wo in einer Kita, eine von Microsoft entwickelte Software, die den Kindern via iPad helfen soll ihren Wortschatz zu erweitern, eingeführt wurde. Die Kita in Seggebruch war bereits die zweite Einrichtung in der Herr Beermann dieses Programm etab-lieren konnte. Gleich darauf ging es weiter zum Verband der Lohnunternehmer, der einzige Bundesverband, der seine Hauptgeschäftsstelle in Maik Beermanns Wahlkreis hat. Es ging um das gegenseitige Kennenlernen und zudem wollte sich Herr Beermann informieren was in der Branche im Moment von Bedeutung ist. Der dritte Termin fand im Staatsbad Bad Nenn-dorf statt. Hier hatte es einen Wechsel in der Geschäftsführung gegeben. Im Zuge des Ter-mins wurde uns auch die Einrichtung bei einem Rundgang gezeigt. Weiterhin stand ein Tref-fen an, bei dem es um die Reaktivierung und Erweiterung der Bückeburgbahn ging. Am Abend ging es weiter mit der Veranstaltung „Länger Besser Leben“ der BKK24. Über mehrere Jahre hinweg haben die Teilnehmer an einer Studie teilgenommen und versucht durch einfa-che Methoden ihre Gesundheit zu verbessern. Die Evaluation war sowohl für die Teilnehmer als auch für die Krankenkasse ein voller Erfolg.

An meinem letzten Tag ging es zu einem Gespräch nach Helpse, wo die HAUTAU GmbH ihren Sitz hat. Die HAUTAU GmbH ist ein Nischenanbieter in der Beschlagindustrie und dabei hoch Innovativ. Erst vor kurzer Zeit wurde ein neuer Standort eröffnet und wir hatten die Mög-lichkeit an einer Betriebsbesichtigung teilzunehmen.

Danach mussten wir uns beeilen, damit wir nicht zu spät zum nächsten Punkt auf unserer Tagesordnung kamen. Die Mitgliederversammlung SU mit einem Vortrag von Fr. Flachsbarth über die Zukunft der Landwirtschaft in Deutschland. Der letzte Termin des Tages fand in Ni-enburg statt, bei der sich die Kreisbrandmeister trafen, um über die Bereitschaft der Feuer-wehren im Kreis zu diskutieren.

Die Woche in Berlin und im Wahlkreis hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich habe neues dazu gelernt. Außerdem habe ich viele interessante Persönlichkeiten kennengelernt. Meine Erwartungen wurden übertroffen und ich konnte sehen, wie das Zusammenspiel zwischen Kommunal- und Bundespolitik funktioniert. Insgesamt hat mir der Einblick in die Politik auch geholfen die Abläufe in einer Demokratie noch besser verstehen zu können. Vielen Dank an Maik Beermann und das gesamte Team.“

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