In Generationen denken

 
Neugierig war ich auf den Hof von Familie Harkopf in Stadthagen, denn schon des Öfteren bin ich während meiner Wahlkreistouren an deren Hofladen vorbeigefahren.
 
Bei einem Rundgang zeigten mir die Landwirte Hans-Heinrich und Cay Harkopf ihren Betrieb. Sie berichteten, dass sie 400 Hektar Ackerland und 100 Hektar Kartoffelanbau betreiben. Dieser gilt hauptsächlich zur Produktion von Chips. Hier auf dem Hof sind Hähnchen, Flugenten und Gänse saisonal aus eigener Freilandhaltung in Teilstücken erhältlich. Im seit 1972 bestehenden Hofladen werden Säfte, Honig, hausgemachte Fruchtaufstriche, Kartoffeln aus eigener Ernte, Saisonfrüchte aus der Region und zurzeit natürlich auch der Nienburger Spargel u.v.m. einladend zum Verkauf präsentiert. Gesa Harkopf backt das Brot hier im Steinofen selbst- kernig und gesund aus frisch gemahlenem Korn mit Natursauerteig ist dieses bei der Kundschaft aus dem Umland sehr beliebt.
 
Wurde die Regionalität hier schon immer geschätzt, legen Kundinnen und Kunden seit letztem Jahr noch mehr wert darauf. Beim Anblick der verschiedenen Mettwürste konnte auch ich nicht widerstehen und gemeinsam mit Frau Harkopf`s hausgemachtem Brot und eingelegten Silberzwiebeln ließ ich mir diese dann am Abend schmecken.
 
Beim Austausch haben wir uns auch über das Thema CO2-Honorierung unterhalten: Wenn wir CO2-Emissionen marktwirtschaftlich behandeln und bspw. einen Festpreis pro emitierte Tonne ansetzen, sollten wir die Bindung von CO2 im gleichen Atemzug auch belohnen. Dies ist insbesondere im Ackerbau und der Forstwirtschaft relevant, da Pflanzen der Umwelt aktiv CO2 entziehen und so einen Beitrag zur Reduzierung von Kohlenstoffdioxid in der Atmosphäre leisten. Diesen guten Ansatz werde ich mit nach Berlin nehmen und innerhalb der Union für ihn werben.
Ein Generationsbetrieb, der wieder einmal zeigt, wie stark der Zusammenhalt in der Landwirtschaft ist. Jeder ist für jeden da und das mit einer Selbstverständlichkeit, die nicht selbstverständlich ist.
 
Ich danke für den interessanten Einblick und Austausch und weiß ich natürlich um die Problematik der Landwirtschaft. Wir müssen Landwirtschaftspolitik wieder in Generationen denken, sodass uns Betriebe, wie zum Beispiel diese von Familie Harkopf erhalten bleiben.
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