Junglandwirtetag 2020 in Burgdorf

Gerne bin ich der Einladung der Junglandwirte nach Burgdorf gefolgt und habe den diesjährigen Junglandwirtetag besucht, der bis auf den letzten Platz belegt war, denn als Rednerinnen haben sich in diesen Jahr die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast angekündigt.

Klöckner ging in ihrer Rede auf die Gefüge zwischen Landwirten, Verbrauchern und dem Einzelhandel, sowie der Politik zwischen einzelnen Ministerien, dem Bund, den Ländern und der EU ein. Neben der Digitalisierung als Chance für die Landwirtschaft, ging sie auch auf die Düngeverordnung ein: „Wir sind verklagt worden und waren in allen Punkten unterlegen.“ Deutschland habe bereits so lange wie möglich Konsequenzen aus der Klage gemieden, doch nun sei man an einem Punkt, wo dies nicht mehr ginge. Sie sagte vor den Junglandwirten, in Hinblick auf die Kritik zu den Nitrat-Messstellen, zu, dass diese bundeseinheitlich gestaltet werden müssen und eine Überprüfung erfahren sollen. Das Verursacherprinzip stehe hier im Vordergrund. Die sog. Binnendifferenzierung gebe es seit 2017, doch viele Bundesländer würden diese nicht anwenden. Dies solle nun zur Pflicht werden.

Das Vorstandsmitglied der Junglandwirte und Schaumburger Henrik Brunkhorst gab der Ministerin am Ende Ihrer Rede zu Bedenken mit, dass die Innovation in der Landwirtschaft und die Bereitschaft sich zu entwickeln bisher von den Landwirten selbst ausginge und nun vermehrt übergestülpt werde. Verlässlichkeit sei hier für junge Landwirte wichtig für Zeiträume auch über 5 Jahre.

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