Kein Mindestlohn für Vertragsspieler!

Der heimische Bundestagsabgeordnete Maik Beermann (CDU) teilt mit, dass ein Kompromiss für die Umsetzung des Mindestlohngesetzes in Sportvereinen ausgehandelt wurde.

Zusammen mit dem DOSB-Präsidenten Alfons Hörmann hat der stellv. Vorsitzende des Sportausschusses Reinhard Grindel (CDU) in seiner Eigenschaft als DFB-Schatzmeister in einem Gespräch mit Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles einen Kompromiss für die Umsetzung des Mindestlohngesetzes in Sportvereinen erreicht. Danach gilt für Vertragsspieler künftig der Mindestlohn nicht, auch wenn die Vertragsspieler bei der Minijob-Zentrale von ihren Vereinen angemeldet wurden. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat zugestimmt, dass der Zoll künftig Vertragsspieler nicht kontrolliert.

Beermann: „Bei Vertragsspielern handelt es sich nach diesem Kompromiss nicht um ein Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Verhältnis. Vielmehr wollen die Vereine den Spieler, der in der Regel 250 Euro erhält, nur insoweit an den Verein binden, dass er nicht in der Winterpause zu einem anderen Club wechselt. Deshalb ist hier eine Ausnahmeregelung voll und ganz gerechtfertigt.“

Bei anderen ehrenamtlichen Tätigkeiten, für die in den Vereinen eine Aufwandsentschädigung oder Auslagenersatz gezahlt wird, gilt das Mindestlohngesetz dann nicht, wenn die ehrenamtliche Tätigkeit im Mittelpunkt steht und nicht der Erhalt einer finanziellen Geldleistung. In den Fällen, in denen ehrenamtlich Tätige bei der Minijob-Zentrale angemeldet sind, empfehlen das Arbeitsministerium und die Sportverbände, dieses rückgängig zu machen. Dann gilt auch für diese ehrenamtlich Tätigen das Mindestlohngesetz nicht.

„Mit diesem Kompromiss wurde die dringend benötigte Rechtsicherheit für die Vereine geschaffen. Insbesondere ersparen wir nun den Clubs die umfangreichen Dokumentationspflichten, die zu einem zu großen Bürokratieaufwand im Ehrenamt geführt hätten und für deren Reduzierung sich die CDU an anderer Stelle noch einsetzt“, erklärt Beermann abschließend.

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