KiTa- und Spielplatzöffnungen vorantreiben

In der Debatte über den Weg aus den Corona-Maßnahmen gehöre ich zu denjenigen, die sich für eine schnellere Öffnung der Kitas aussprechen. Die frühe pädagogische Förderung und die sozialen Kontakte sind das Fundament, auf dem die Kinder ihre weitere Entwicklung nehmen. Daher müssen wir die richtigen Maßnahmen und Hygienekonzepte ergreifen, damit wieder deutlich mehr Kinder in die Kitas gehen dürfen. Besonders wichtig ist mir eine Ausweitung der Betreuung für Kinder mit Förderbedarf und für Kinder die demnächst in die Schule kommen.

Wir müssen aber auch an die Menschen denken, die derzeit aufgrund der mangelnden Betreuung nicht arbeiten können und Unternehmen, denen die Mitarbeiter dadurch fehlen.

Ich sehe diesen Debattenbeitrag daher im Lichte einer gezielten Bewertung von ergriffenen Maßnahmen für Risikogruppen und eine Lockerung für geringer betroffene Personenkreise. Jede Lockerung kann aber auch Nachteile mit sich bringen: So hart es derzeit auch ist – wenn die Kitas breiter geöffnet werden, bedeutet es gleichzeitig aber auch, noch mehr Vorsicht beim Kontakt mit den Großeltern walten lassen zu müssen.

In diesem Zuge kann ich mir auch eine schrittweise Öffnung der Spielplätze vorstellen. Bei einem verantwortungsbewussten Umgang der Eltern mit dieser Situation, lassen sich Spielplätze auch nutzen, ohne zu Infektionsherden zu werden. Die Einhaltung von Abständen und regelmäßiges Händewaschen sowie eine mögliche Begrenzung der gleichzeitigen Besucher auf dem Spielplatz bzw. auch eine Maskenpflicht, sehe ich hier als Schlüssel zum Erfolg.

Die meisten Menschen halten die bisherigen Maßnahmen gut ein und denken auch an ihre Mitmenschen. Ich bin mir sicher, dass die meisten Eltern auch realistisch und mit Blick auf das Allgemeinwohl abschätzen können, ob ihre Kinder in der Lage sind, die neuen „Spielregeln“ zu befolgen.

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