KLIMAPOLITIK ABSURD

KLIMAPOLITIK ABSURD: Man lobt Schweden für seine Klimapolitik im Verkehrssektor und die „erfolgreiche“ CO2-Steuer, tatsächlich aber steckt dahinter die Abholzung des Regenwaldes für die Palmölproduktion, um einen großflächigen und steuerlich begünstigen Einsatz von „Biokraftstoffen“ gewährleisten zu können. Der CO2-Steuer schreibt man hingegen sogar keinen „zentralen Beitrag zur schwedischen Erfolgsgeschichte“ zu.

Es ist also ein Treppenwitz der Klimapolitik, dass für eine gute schwedische Bilanz, der Regenwald abgeholzt wird. Können wir hier aber auf Schweden mit dem Finger zeigen und moralisieren? Nein, denn in Deutschland und dem Rest Europas läuft das übrigens genauso mit der Palmölbeimischung in unseren Diesel. Also plant die EU bis 2030 einen Ausstieg aus dem Palmöleinsatz. Klingt erstmal gut, aber statt Palmöl sollen eben andere pflanzliche Öle dem Sprit beigemischt werden, um seine Klimabilanz zu verbessern. Um aber die selbe Menge Öl aus z.B. Raps oder Soja zu gewinnen, braucht es laut dem Institut für Weltwirtschaft in Kiel die 6- bzw 10-fache Anbaufläche und da wir das in Deutschland nicht können, generieren wir den Bedarf erneut im Ausland. Wo wird das dann angebaut? Na klar – In den Regenwaldgebieten.

Was man dazu bedenken muss ist, dass wenn wir in Europa kein Palmöl mehr einkaufen, es einfach jemand anderes macht, denn der jährliche Bedarf steigt auch ohne uns an. Was ist also die richtige Lösung des Problems? Der einfache und offensichtliche Weg scheint es nicht zu sein, denn ein simples Verbot könnte es mit dem dann erhöhten Flächenverbrauch nur noch schlimmer machen. Was ist aber, wenn ausgerechnet der weitere Verbrauch von Palmöl sich zum richtigen Weg entwickeln könnte? Palmöl mit Auflagen in der Herstellung und aus nachhaltigem Anbau würden den europäischen Markt offen halten und könnten einen Anreiz geben die Produktionskosten, durch den nachhaltigen Anbau, zu erhöhen und trotzdem einen steten Gewinn einzufahren.

Ein anderer Weg ist natürlich auf alle nicht regenerativen Treibstoffe mittelfristig gänzlich zu verzichten. Aber auch das bringt seine Probleme mit sich…

Was ich hiermit am Ende aber sagen will ist, dass in Zeiten aufgeheizter Debatten und klimapolitischer Schnellschüsse aufgepasst werden muss, dass eine beliebte und „offensichtliche“ oder scheinbar „grüne“ Lösung nicht die Beste fürs Klima sein muss. Wir alle müssen in diesen Debatten einen weiten Blick wahren für den Nutzen und die Folgen dieser Entscheidungen.