Mehr Geld für Betreuungsvereine und Berufsbetreuer

Beermann: Mehr Geld für Betreuungsvereine und Berufsbetreuer
Angemessene Bezahlung für qualifizierte Betreuung auf gutem Weg

Anlässlich der 1. Lesung des „Gesetzes zur Anpassung der Betreuer- und Vormündervergütung“ erklärt der Bundestagsabgeordnete Maik Beermann (CDU):

„Qualifizierte Betreuer sichern vielen Menschen mit Einschränkungen ein Maximum an Selbstbestimmung. Das muss angemessen finanziert werden. Für viele Betreuungsvereine und Berufsbetreuer ist es „fünf vor zwölf“. Erste Vereine, die auch ehrenamtliche Betreuer unterstützen, und Selbständige haben bereits aufgegeben. Die im Gesetzentwurf vorgesehene Erhöhung der Vergütung um 17 Prozent dürfte ein tragfähiger Kompromiss sein, mit dem Länder und Betreuer auf beiden Seiten an ihre Grenzen gehen.

Ich bin froh, dass diese lange hinfällige Erhöhung nun bald stattfinden wird. Beim persönlichen Kontakt mit den Betreuungsvereinen in Nienburg und Schaumburg wurde ich an die Tätigkeit der Betreuungsvereine und die Schwierigkeiten in der Finanzierung herangeführt. Ich habe deshalb die Ausarbeitungen und Positionen von Karin Höller und Gerald Sümenicht vom Betreuungsverein Schaumburg mit in die Ausschussberatungen eingebracht, um diese wichtige Arbeit zu unterstützen und am Leben zu erhalten.“

Die Anpassung der Vergütung soll sich künftig an den durchschnittlichen Kosten eines Betreuungsvereins zur Refinanzierung eines Vollzeit-Betreuers orientieren. Damit soll eine objektive Bemessungsgrundlage für die Vergütungsanpassung geschaffen werden. Nach 13 Jahren unveränderter Vergütung für berufliche Betreuer stellt die dringend erforderliche Erhöhung eine angemessene finanzielle Würdigung der geleisteten Arbeit dar. Die gleichsam erfolgte veränderte Vergütungssystematik stellt durch die Einführung von Pauschalen die Abrechnung der Betreuerleistungen auf eine neue den Verhältnissen des Einzelfalls besser gerecht werdende Grundlage und sorgt zugleich für eine auskömmliche Vergütung der Betreuerarbeit.

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