Meine Antwort auf den offenen Brief des Landvolk Mittelweser

 
Lieber Tobias Göckeritz,
sehr geehrte Herren des geschäftsführenden Vorstandes des Landvolks Mittelweser,
haben Sie vielen Dank für Ihren offenen Brief, in welchem Sie auf den Kommentar eines Nutzers auf meiner Facebookseite eingehen.
Sicherlich kann ich Ihr Unverständnis über die Aussage des Nutzers dahingehend nachvollziehen, dass der Eindruck erweckt werden könnte, dass die berechtigten und wichtigen Interessen der Veranstaltungteilnehmer in Rodewald durch den Vergleich „Taubenzüchterverein aus Wasweisichwo“ und „Prämierung des schönsten Hasen im Dorf“ verunglimpft werden sollen.
Diesen Eindruck durch ein Like von meinem Privataccount aufzuwerten, war in keiner Art und Weise meine Intention. Vielmehr habe ich mich über den letzten Teil des Kommentars gefreut, in welchem es heißt:
„mach deine Arbeit so wie du es für richtig hältst…Wer sich mit deinen Aussagen und Positionen beschäftigt, weiß wo du agrarpolitisch stehst…“.
In der Zwischenzeit hat der entsprechende Nutzer klargestellt, dass es sich hierbei lediglich um Ironie und keinesfalls um eine bewusste Abwertung der berechtigten Interessen der Weidetierhalter und Teilnehmer der Veranstaltung in Rodewald gehandelt hat.
Es tut mir dennoch leid, wenn es hierdurch zu Missverständnissen gekommen ist.
Mein Engagement für Weidetierhalter, Pferdehalter und unsere heimische Jägerschaft mit der Forderung nach einer Aufnahme des Wolfes in das Jagdrecht, hält bereits seit 2015 an, als ich gemeinsam mit dem damaligen Präsidenten des Deutschen Jagdverbandes und dem damaligen Präsidenten des niedersächsischen Jagdverbandes im Schaumburger Land zu diesem Thema eine erste Informationsveranstaltung abgehalten habe.
Ich habe mich immer wieder klar und eindeutig für die Bestandsregulierung des Wolfes und die umgehende Entnahme des gesamten Rodewalder Rudels eingesetzt.
Im Jahr 2018 habe ich anlässlich eines Mahnfeuers des Aktionsbündnisses „Aktives Wolfsmanagement“ in Steimbke, auch in Anwesenheit des Landvolkvorsitzenden Tobias Göckeritz, deutlich und öffentlich die Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht gefordert.
In Berlin hat unter anderem mein unermüdlicher Einsatz als direkt gewählter Abgeordneter aus dem Revier des Rodewalder Rudels dazu geführt, dass ein Bundeszentrum Weidetierhaltung geschaffen wurde, dass Fütterungsverbote und Abschüsse von Wolfshybriden beschlossen wurden, die Entschädigung auch von Hobbytierhaltern bei geringerer Schadensschwelle eingeführt wurde und nicht zuletzt im aktuellen Regierungsprogramm der CDU und CSU ein aktives Wolfsmanagement gefordert wird.
Selbstverständlich hätte ich mir sehr gewünscht, dass wir schon weiter wären und eine Bestandsregulierung des Wolfes bereits heute möglich sei. Dies war mit dem Koalitionspartner SPD aufgrund von ideologischen Vorbehalten nicht machbar.
Mich aber aufzufordern, ich solle „endlich handeln“ stimmt mich – vor dem Hintergrund des bisher erreichten – nachdenklich. Wenn ich diese Aussage missverstehen wollte, könnte ich annehmen, man wolle mir unterstellen bisher nicht gehandelt zu haben.
Noch heute Abend habe ich mich mit u.a. Landwirten aus dem Stolzenauer Beritt über den Bereich Kiesabbau, Flächenverbrauch und den Wolf ausgetauscht. Meine klare Haltung war es immer, an der Seite unserer Landwirte zu stehen.
Ich freue mich bereits heute, die Herausforderungen in der Agrarpolitik am Donnerstagabend mit den Mitgliedern des Landvolkes Mittelweser zu erörtern und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Maik Beermann
 
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