Newsletter 5/2021

Inhaltsverzeichnis

1. Kinder- und Jugendgipfel
2. Funklöcher in ländlichen Räumen werden gestopft!
3. Besuch auf dem Rittergut Remeringhausen
4. Abstruse Vorschläge der AfD
5. Coworking und New Work nicht nur in den großen Städten möglich
6. Aktion des DEHOGA Niedersachsen „Leere Kochtöpfe“
7. Austausch mit Junglandwirten
8. Wasserstoff-Dialog
9. Einen Baum auf der neuen Streuobstwiese von Vilsa Brunnen gepflanzt
10. 788.000€ für den Sport in Rinteln
11. Änderungsantrag zum Wahlprogramm der Grünen
12. Spannender Austausch
13. Umfangreiche Erleichterungen für Geimpfte und Genesene in Deutschland
14. Maik Beermann informiert über Baulandmobilisierungsgesetz
15. 100 Jahre Schützenverein Wendenborstel
16. In Generationen denken
17. Unternehmensbesuch Heka EinrichtungsWelten in Nienburg
18. Wir stehen an der Seite Israels
19. Schweerbau in Stadthagen klagt über Fachkräftemangel
20. 350.000€ für Bückeburg!


1. Kinder- und Jugendgipfel

Ich möchte mich ganz herzlich bei den fast 60 Nienburger und Schaumburger Schülerinnen und Schüler bedanken!

Über 2,5 Stunden habe ich ihnen mit meinen Kollegen, Dr. Frank Schmädeke und Karsten Heineking, zugehört und geantwortet. Es war für mich sehr beeindruckend, welche Routine und Disziplin aufgebracht worden und welche offene, hilfsbereite und wertschätzende Diskussion entstanden ist.

Es hat mir mal wieder gezeigt, wie wichtig es ist, miteinander als übereinander zu reden. Es war wirklich wichtig, mit den Kindern und Jugendlichen persönlich zu sprechen und die Möglichkeit zu geben, das Herz auszuschütten.

Ich nehme ganz viele konkrete Fragen und Wünsche mit.

2. Beermann: „Funklöcher in ländlichen Räumen werden gestopft!“

Der Bundestag hat die Novelle des Telekommunikationsmodernisierungsgesetzes beschlossen, die zum 1. Dezember in Kraft tritt. Damit wird ein Ordnungsrahmen für den schnelleren und flächendeckenden Ausbau von Gigabitnetzen bis 2026 geschaffen. Dazu erklärt der  heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Maik Beermann: „Erstmals wird die flächendeckende Mobilfunk- und Breitbandversorgung in ländlichen Räumen durchgängig bis zu den Kreisstraßen festgeschrieben. Dabei kann die Bundesnetzagentur auch die Telekommunikationsanbieter zum gemeinsamen Netzausbau in ländlichen Regionen verpflichten.“

Solche Kooperationen der Netzbetreiber können durch die gemeinschaftliche Nutzung von Masten, Leerrohren, Antennen oder Knotenpunkten von Funknetzen (sog. Infrastruktur-Sharing) erfolgen. Eine weitere Variante ist das lokale Roaming: In unterversorgten, dünn besiedelten Gebieten kann ein einzelner Netzanbieter den Ausbau bei der Bundesnetzagentur beantragen, damit auch diese unwirtschaftlichen Regionen endlich lückenlos abgedeckt werden.

„Auf diese Weise werden Anreize für Investitionen und Innovationen der Telekommunikationsunternehmen geschaffen und damit der Zugang zum Internet für jedermann“, erklärt Beermann weiter, „mit diesen Maßnahmen können endlich auch die Haushalte angeschlossen werden, die bisher in sog. unwirtschaftlichen Gebieten liegen.“

Mit der Novelle wird auch das aus den 1980er Jahren stammende Nebenkostenprivileg für Mieter (Umlage der Kabel-Kosten auf alle Hausbewohner) mit Übergangsfristen abgeschafft. Neu eingeführt wird ein Glasfaserbereitstellungsentgelt als befristete Modernisierungsumlage, um die zwölf Millionen Haushalte in Mehrfamiliengebäuden gigabitfähig zu machen, in denen noch Kupferkabel liegen. Bei Festnetz- und Mobilfunkverträgen gibt es künftig nach Ablauf der 24-monatigen Mindestlaufzeit eine neue einmonatige Kündigungsmöglichkeit. „Diese Neuerungen schaffen mehr Wahlfreiheit und fördern den Wettbewerb auf dem Markt“, so der Beermann.

Aktuelle Daten für Städte, Gemeinden und Ortsteile zeigt der neue Breitbandatlas: www.bmvi.de/DE/Themen/Digitales/Breitbandausbau/Breitbandatlas-Karte/start.html


3. Besuch auf dem Rittergut Remeringhausen

Das Rittergut Remeringhausen ist den Schaumburgerinnen und Schaumburgern für seine lange und vielfältige Geschichte, seinen großzügigen Garten und die tollen Veranstaltungen vor Ort bekannt. Nicht wenige Menschen aus dem Schaumburger Land und dem Umland haben hier schon eine Hochzeit auf einem echt historischen Rittergut gefeiert.

In Zeiten der Corona-Pandemie finden all diese Veranstaltungen aktuell natürlich leider nicht statt. Aus diesem Grund habe ich gemeinsam mit Marita Gericke und Jens Klugmann dem Rittergut und den Besitzern Tania und Nicolaus von Schöning einen Besuch abgestattet, um mich mit Ihnen über die Herausforderungen der Zeit auszutauschen und zu gucken, wo drückt der Schuh und wie kann ich helfen.

Besonders belastend ist die Situation dabei auch für die Auszubildenden des Ritterguts, die als Veranstaltungskauffrauen gerne viel mehr in der Praxis lernen würden, als momentan möglich. Natascha Rühmkorf und Güla Carlotta Bergmann schilderten mir ehrlich und eindrucksvoll ihre Situation: Waren sie 2019 noch frohen Mutes, schlägt der mittlerweile über ein Jahr andauernde Lockdown aufs Gemüt. Beide haben sich klar für die Pflanzentage ausgesprochen, welche normalerweise zum festen Programm des Ritterguts gehören: Auf 80.000 m² Fläche tummeln sich für gewöhnlich die Besucher im Freien und kaufen Pflanzen und Gartenartikel bei den verschiedenen Ausstellern ein oder verweilen einfach im herrlich blühenden Park. Leider hat das Land Niedersachsen solche Open-Air-Veranstaltungen, wie die Pflanzentage aber auf eine Stufe mit Jahrmärkten gesetzt und daher in Corona-Zeiten verboten. Hier wollen wir ran, Gartenfestivals in großen Parks haben nun wirklich wenig mit Jahrmärkten auf engen Straßen zu tun.

Ich werde daher unseren niedersächsischen Wirtschaftsminister Bernd Althusmann erneut ins Vertrauen ziehen, damit Familie von Schöning und alle Mitarbeiter endlich wieder alle Planungen für die Events auf dem Rittergut in die Tat umsetzten können.

Alle Hoffnung liegt nun auf dem nächsten großen Festival: dem British Weekend.

4. Abstruse Vorschläge der AfD

In meiner Rede sprach ich zu den abstrusen Vorschlägen der AfD. Sie wollen mit einem zinslosen Kinderkredit Familien „entlasten“. Mit dem Baukindergeld unterstützen wir bereits gezielt den Erwerb von Grundbesitz für junge Familien und es ist mir schleierhaft, warum junge Familien in die Verschuldung verleitet werden sollen. In meiner Rede habe ich noch einmal klargestellt, was unser Staat für Familien tut. Er unterstützt sie jährlich mit über 120 Milliarden Euro. Das kann sich meiner Meinung nachsehen lassen – gerade auch international!


5. Coworking und New Work nicht nur in den großen Städten möglich

Gerne bin ich der Einladung von Nina Mersmann, Leiterin für die Weserbergland AG des Meta-Managements der iKantine in Stadthagen gefolgt und traf mich mit dort mit dem Vorstand Thomas Kexel und Holger Rabe zum gemeinsamen Austausch.

Die stylischen und modernen Räumlichkeiten im ehemaligen Alcatel-Gebäude erinnern sofort an einen Szenetreff in Berlin und begeistern auf Anhieb. Begleitet von Marita Gericke sprachen wir über Themen, wie New Work, Coworking, Digitalisierung und langfristige Fachkräftesicherung für Schaumburg. Viele spannende und innovative Projekte sind geplant, die weit über Schaumburg hinaus wirken und schnell wurde klar, dass Kommunen, Unternehmen und Vereine durchaus bereit sind auch unkonventionelle Wege zu gehen und hier gemeinsam mit der Weserbergland Aktiengesellschaft erste Ideen in die Tat um zusetzten.

Einen Treffpunkt auf dem ländlichen Gebiet geschaffen zu haben, wo kreative Köpfe miteinander netz werken können und ein gemeinsamer positiver und unterstützender Austausch stattfinden kann, ist eine absolute Bereicherung vor Ort. Geniale Ideen auf den Weg bringen und mit Gleichgesinnten oder Andersdenkenden zu realisieren, das wird seit Eröffnung der iKantine im Juni 2020 gut angenommen. Ich freue mich über die aktuellen und geplanten Entwicklungen im Schaumburger Land und über diese Bereicherung in Stadthagen mit wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen.


6. Aktion des DEHOGA Niedersachsen „Leere Kochtöpfe“

Auch mal dahin gehen, wo es keinen Applaus gibt – So verstehe ich auch meinen Politikerberuf. Ich sprach mit Sven Meyer, dem Betreiber des „Hotel zur Post“ in Steimbke, der die Aktion des DEHOGA Niedersachsen „Leere Kochtöpfe“ unterstützt. Damit will der Verband des Hotel- und Gaststättengewerbes auf den fast acht Monate andauernden Lockdown hinweisen.

Ich verstehe die Unternehmer und natürlich auch Mitarbeiter absolut. Die emotionalen, wie finanziellen Kräfte werden stark strapaziert. Sie brauchen nicht nur eine Öffnungsstrategie, sondern auch weitere finanzielle Hilfen. Für beides mache ich mich seit Wochen bei meinen Kollegen stark. Ich bin der Meinung, dass wir eine effiziente (Schnell-)Test- und Öffnungsstrategie brauchen. Damit meine ich: Ein negativer Test muss die Eintrittskarte in die Gastronomie, ins Hotel und ins Kino sein. Schließungen sind nicht länger zu verantworten, wenn es Möglichkeiten gibt, die Risiken massiv zu minimieren. Die PassGo-App zum Beispiel kann hier z.B. unbürokratisch und papierlos helfen.


Startseite

7. Austausch mit Junglandwirten

Gleich 4 junge Vertreter der Rinder-, Bullen- und Milchkuhhaltung sowie der Schweinemast trafen sich auf dem Milchviehbetrieb der Familie Hoppe in Sonnenborstel ein, als ich und der CDU-Samtgemeindeverbandsvorsitzende und Bürgermeisterkandidat Eckhard Heine diesen zu einem gemeinsamen Austausch über die Zukunft der Landwirtschaft besichtigten.

Sonnenborstel ist eines der wenigen Dörfer, in dem noch fast alle Bauernhöfe aktive Landwirtschaft betreiben. Hier findet und fand gerade ein Generationenwechsel statt und das sind ideale Bedingungen, um über die Lage der Landwirtschaft zu sprechen.

Bei einem Rundgang zeigten uns die Brüder Sönke und Joost Hoppe, die mit vier Generationen auf dem Hof leben, ihre Stall- und Melkanlage. „Das Tierwohl ist ein wichtiger Faktor. Wir wollen, dass es den Kühen gut geht, denn jede einzelne Kuh ist eine Invesititon, die sich erst nach 2-3 Jahren rechnet. Je älter und gesünder eine Kuh ist, desto besser ist es auch für uns“, erklärte uns Söhnke Hoppe. Die mit hohen Standards aufgebauten Haltungsbedingungen in Deutschland fördern als Konsequenz Importe aus dem Ausland, die unter deutlich schlechteren Bedingungen hergestellt werden.

Die direkten Auswirkungen politischer Vorgaben zur Tierhaltung sieht man, wenn man zu den Sauenhaltern blickt: „Nahezu alle Ferkel für die Sauenhaltung in Deutschland werden aus dem Ausland importiert“, so Thorben Wittmershaus, „die Ferkelzucht ist unter den aktuellen Bedingungen nicht mehr konkurrenzfähig mit dem Ausland und die meisten Betriebe haben aufgehört. Auch Corona setzt den Landwirten derzeit zu: „Der Absatz in der Gastronomie und Grillsaison brach ein und damit auch der Preis“, erklärt Bullenhalter Dirk Lücking.

Was die Junglandwirte auch eint, ist nicht nur die Kritik an manchen politischen Gesetzen, sondern auch die Kritik an der ungleichen Umsetzung dieser Gesetze und der überfrachteten Bürokratie: Durch die deutlich verschiedenartige Interpretation des Bundes-Immissionsschutzgesetzes muss ein Landwirt exemplarisch 10.000 Euro, aber ein anderer Landwirt aus einem anderen Landkreis weitere 50.000 Euro in die Hand nehmen, um bestimmte Vorgaben einzuhalten. Das ist ein Zustand, der allein schon eine Wettbewerbsverzerrung in Niedersachsen erzeugt. Eine Verfahrens- und Kostengerechtigkeit sollte es mindestens geben!

Ich danke den Junglandwirten und Familie Hoppe für den Austausch. Als Politiker hat man derzeit oftmals einen schweren Stand bei der Landwirtschaft aber ich stelle mich trotzdem gern der Diskussion. Wir müssen Landwirtschaftspolitik wieder in Generationen denken, denn sonst haben wir in Deutschland vielleicht bald keine mehr!


8. Wasserstoff-Dialog

Kürzlich habe ich Interessierte aus Nienburg und Schaumburg zum Wasserstoff-Dialog eingeladen.

Gemeinsam mit meinem Kollegen Stefan Kaufmann, dem Beauftragten der Bundesregierung für dieses Thema, konnten wir uns über Grünen Wasserstoff als Zukunftstechnologie austauschen. Dabei wurden auch aus der Region interessante Projekte und Ideen vorgestellt und diskutiert. Ich habe mich sehr über das rege Interesse der mehr als 50 Teilnehmer an der Veranstaltung gefreut.

Bei uns im ländlichen Raum sorgen wir dafür, dass mit Innovationen und neuen Technologien die Energiewende und der Kampf gegen den Klimawandel gelingt – nicht mit Verboten und Bevormundung.


9. Einen Baum auf der neuen Streuobstwiese von Vilsa Brunnen gepflanzt

Ich durfte gemeinsam mit meinem Kollegen Axel Knoerig jeweils einen Baum auf der neuen Streuobstwiese von Vilsa Brunnen in Bruchhausen-Vilsen pflanzen. Dabei konnte ich die Patenschaft für einen Pommerschen Krumstiel übernehmen.

Dabei sind mein Kollege und ich in guter Gesellschaft: Den ersten Baum auf der neuen Apfelwiese pflanzte unser ehemaliger Bundesumweltminister Klaus Töpfer.

Nachdem die Bäume gepflanzt und begossen waren, konnten Axel Knoerig und ich uns noch ausgiebig mit Henning Rodekohr, dem Geschäftsführer von Vilsa in deren Unternehmenssitz in Bruchhausen-Vilsen über die Herausforderungen für unsere heimischen Mineralbrunnen austauschen. Dabei wurde schnell klar: Ein nachhaltiger Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen ist auch für unsere Mineralbrunnen von entscheidender Bedeutung. Wasser ist und bleibt für uns alle die Lebensgrundlage.

Vilsa Brunnen hat übrigens ein Nachhaltigkeitsziel in diesem Bereich bereits erreicht: Sie produzieren ihr Mineralwasser komplett klimaneutral.

Ich freue mich, der neuen Apfelwiese gemeinsam mit Axel Knoerig bald wieder einmal einen Besuch abzustatten. Dann wollen wir einmal von den Apfelbäumen probieren, für die wir die Patenschaft übernommen haben.


10. 788.000€ für den Sport in Rinteln

Die Arbeitsgemeinschaft Rintelner Sportvereine wünscht sich bereits seit Jahren einen Kunstrasenplatz und eine Kunststofflaufbahn am Schul- und Sportzentrum an der Burgfeldsweide.

Ich freue mich sehr, dass die Stadt Rinteln einen sehr großen Schritt zur Erfüllung dieser Wünsche gegangen ist: Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat eine Förderung des Sportparks mit 788.000 Euro beschlossen!

Im Rahmen des Förderprogramms „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ konnte das Projekt nun eine außerordentlich große Förderung aus dem Bundesetat erhalten.

Erst kürzlich habe ich mich über dieses Projekt und den Wunsch des NFV-Schaumburg nach einer Förderung noch mit dem NFV-Vorsitzenden Reinhard Stemme ausgetauscht. Ich freue mich, dass hier nun durch die Kollegen im Haushaltsausschuss so schnell Abhilfe geschaffen werden konnte. In Sport und Jugend investierte Steuergelder sind eine Investition in den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft und werden junge und ältere Sportler in Rinteln über Jahrzehnte begeistern.


11. Änderungsantrag zum Wahlprogramm der Grünen

Mehr als 300 Mitglieder – darunter auch diverse Bundestagskandidaten – fordern, Deutschland aus dem Titel des Grünen Wahlprogramms zu streichen, weil es nationalistisch sei.

Wir sehen hier wieder einmal, dass die Grünen nunmal nicht nur Realos sind, sondern auch klar linksradikale Tendenzen in dieser Partei immer wieder zutage treten. Ich möchte solche Tendenzen nicht in einer deutschen Bundesregierung sehen!


12. Spannender Austausch

Spannender Austausch mit Friedrich Merz zur Zukunft der deutschen Wirtschaft. Die Herausforderungen und Aufgaben für eine Wirtschaft mit Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit, der Verbindung zwischen Ökonomie und Ökologie sind groß. Wir wollen aber diesen Weg zusammen gehen und gestärkt aus der Pandemie rauskommen.


13. Umfangreiche Erleichterungen für Geimpfte und Genesene in Deutschland

Im Restaurant essen zu gehen oder im Einzelhandel einzukaufen. Ihr Impf- oder Genesungsnachweis zählt künftig wie ein negativer Corona-Test

-Bei der Berechnung der anwesenden Personen im Rahmen von Veranstaltungen und privaten Treffen zählen vollständig Geimpfte und Genesene als 0 Personen
-Die Ausgangssperre nach der Bundesnotbremse greift künftig nicht mehr für vollständig Geimpfte und Genesene
-Bei Wiedereinreise aus dem Ausland entfällt für vollständig Geimpfte und Genesene die Quarantänepflicht. Auch bei Kontakt zu Infizierten brauchen diese nicht in Quarantäne

Grundvoraussetzung für diese Entscheidung war, dass das RKI festgestellt hat, dass geimpfte und genesene Personen eine deutlich geringere Chance haben Corona zu verbreiten als asymptomatische Personen mit negativem Testergebnis.

In den vergangenen Tagen haben mich diverse Schreiben erreicht, in denen diese Schritte begrüßt oder kritisiert wurden. Auch ich habe mich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und bin zu der Überzeugung gelangt, dass hiermit keine Privilegien für Geimpfte – und dadurch eine Zwei-Klassen Gesellschaft – erteilt werden, sondern lediglich Grundrechte zurückgegeben werden und habe der Verordnung daher zugestimmt.

Grundrechte können immer nur unter besonderen Umständen und nur aufgrund des Schutzes eines anderen Grundrechtes eingeschränkt werden. Nun, da durch die Impfungen und die Genesung für einige Personen keine Einschränkungen der Grundrechte mehr vonnöten sind, da diese beispielsweise keine Mitmenschen mehr anstecken können, ist eine weitere Einschränkung der Grundrechte dieser Menschen rechtlich nicht tragbar. Diese geimpften und genesenen Personengruppen haben ein grundgesetzlich verbrieftes Recht, Ihre Grundrechte wieder wahrzunehmen.

Entsprechend gilt es für die Politik, solange kein Impfangebot an alle gemacht wurde, Wege aufzuzeigen, die Unterschiede zwischen Geimpften und Nicht-Geimpften möglichst gering zu halten. Dies erfolgt aus meiner Sicht beispielsweise durch die Gleichsetzung geimpfter und negativ getesteter Personen. Wer geimpft ist, soll dauerhaft dieselben Grundrechte wieder wahrnehmen können, wie ein negativ Getesteter sie für einen begrenzten Zeitraum erhält. Gleichzeitig kann man sich aber als ungeimpfter Bürger ebendiese Grundrechte durch einen negativen Corona-Test auf Zeit zurückholen.

Damit tragen wir einer wichtigen Forderung des Ethikrates Rechnung: Es muss für Personen, denen noch kein Impfangebot gemacht werden konnte, eine Möglichkeit geben, ebenso wie Geimpfte und Genesene an der Gesellschaft teilzuhaben. Durch Tests erzielen wir ebendieses Ziel.


14. Maik Beermann informiert über Baulandmobilisierungsgesetz

Der heimische Bundestagsabgeordnete Maik Beermann (CDU) informiert über das verabschiedete Baulandmobilisierungsgesetz. „Wohnen ist und bleibt eine der zentralen sozialen Fragestellungen unserer Zeit. Mit dem Baulandmobilisierungsgesetz wollen wir die Kommunen bei der Aktivierung von Bauland und der Sicherung bezahlbaren Wohnens unterstützen“, erklärte der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Maik Beermann. Wichtig seien laut Beermann die im Gesetz enthaltenen Regelungen, die die Handlungsmöglichkeiten der Kommunen im Bauplanungsrecht stärken. Kritische Stimmen erreichten Beermann aus Schaumburg und Nienburg im Vorfeld der Verabschiedung zum Paragraph 13b, der die schnellere Schaffung von Baurecht am Ortsrand für kleinere Wohnungsbauvorhaben aufgreift. „Gerade Städte und Gemeinden in dünner besiedelten ländlichen Räumen profitieren von dieser Regelungen, weil damit auch einer Abwanderung junger Menschen, die aus dem Elternhaus ausziehen aber gerne vor Ort bauen möchten, entgegengewirkt werden kann. Denn entgegen der Annahme der Grünen führt die Ortsrandbebauung nicht zwingend und schon gar nicht flächendeckend zum sogenannten Donut-Effekt. Wo in Innenstadtlagen keine Immobilien frei sind, haben die Kommunen ohne die Aktivierung von Bauland in Ortsrandlagen keine andere Chance, sich weiter zu entwickeln“, so Beermann weiter. Maik Beermann unterstrich mit Blick auf die Forderung der Grünen: „Obwohl es keine Hinweise darauf gibt, dass Kommunen die Möglichkeiten des § 13 b Baugesetzbuch in der Vergangenheit überzogen haben, sprechen Bündnis 90/Grünen hiermit der kommunalen Familie ihr Misstrauen aus. Wir brauchen für einen effizienten Staat aber mehr Vertrauen zwischen den staatlichen Ebenen und nicht weniger. Kommunen brauchen Freiheiten und kein Gängelband. Die ideologische Haltung der Grünen torpediert jegliche Bemühungen zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse und entspricht nicht ansatzweise den Leitlinien einer nachhaltigen Entwicklung. Denn diese konzentrieren sich nicht ausschließlich auf umweltrechtliche Aspekte wie die Frage der Flächeninanspruchnahme, sondern erfordern insbesondere auch einen schonenden Umgang mit Ressourcen“, hielt der CDU-Abgeordnete fest.

„Durchgesetzt haben wir uns außerdem dabei, statt der ursprünglich vorgesehenen Eigentümerbetrachtung eine hausbezogene Sichtweise festzuschreiben und Häuser mit bis zu fünf Wohnungen von der Regelung auszunehmen. Das schützt insbesondere private Kleininvestoren mit geringem Immobilienbestand vor übermäßiger Regulierung“, erklärte Beermann weiter. Positiv hervorzuheben sei zudem die neue Baugebietskategorie „Dörfliches Wohngebiet“ in der Baunutzungsverordnung, mit der ein besseres Miteinander von Wohnen und landwirtschaftlicher Nebenerwerbsnutzung ermöglicht werden. In den Städten erleichtere das Gesetz die Nachverdichtung durch die Flexibilisierung der Obergrenzen zum Maß der baulichen Nutzung. „Wir tun das in der festen Überzeugung, dass unser Land als Ganzes nur stark bleibt, wenn Städte und ländliche Gebiete für die Menschen gleichermaßen attraktiv sind“, so Beermann weiter.


15. 100 Jahre Schützenverein Wendenborstel

1921-2021
In meinem Heimatort, dem 420 Seelendorf Wendenborstel, wäre am 2. Wochenende im Mai  die fünfte Jahreszeit ausgebrochen…es wäre Schützenfest. Und das ein ganz Besonderes, denn das 100jährige Jubiläum unseres Schützenverein Wendenborstel hätte im Mittelpunkt dieses Festwochenendes gestanden. Es war alles vorbereitet und organisiert. Am Freitag hätte die Biathlon-WM-Musi aus Ruhpolding zu einer zünftigen Bierzeltgaudi aufgespielt, gestern hätten wir unser Schützenfest mit Königsfrühstück gefeiert – unsere Freunde der Feuerwehrkapelle Dudensen hätten aufgespielt und der Spielmannszug Lichtenhorst unseren Umzug begleitet und heute wäre der große Festakt mit vielen befreundeten Verein und Freunden des Vereins. Seit 2010 bin ich 1. Vorsitzender dieses wunderbaren Vereins und nicht nur ich, sondern die mehr als 250 Mitglieder haben sich auf dieses Jubiläum gefreut. Aber wir verzagen nicht, sondern freuen uns im nächsten Jahr unser Jubiläum nachzuholen. Eine besondere Überraschung gab es an diesem Wochenende von unserem Gast- und Festwirt dem Gasthaus Beermann. Jeder Haushalt im Dorf hat leckeres Bier der Privat-Brauerei Hohenfelde bekommen.

„Liebe Michaela, lieber Karsten, liebe Familien Beermann, ihr seid die besten und wir sind froh und dankbar ein so ehrenwertes Gasthaus in unserem kleinen Ort zu haben, eure Überraschung ist wirklich gelungen.“

In diesem Sinne: ein dreifaches GUT SCHUSS auf den Schützenverein Wendenborstel, auf das Gasthaus Beermann und auf unser Königshaus aus dem Jahre 2019!


16. In Generationen denken

Neugierig war ich auf den Hof von Familie Harkopf in Stadthagen, denn schon des Öfteren bin ich während meiner Wahlkreistouren an deren Hofladen vorbeigefahren.

Bei einem Rundgang zeigten mir die Landwirte Hans-Heinrich und Cay Harkopf ihren Betrieb. Sie berichteten, dass sie 400 Hektar Ackerland und 100 Hektar Kartoffelanbau betreiben. Dieser gilt hauptsächlich zur Produktion von Chips. Hier auf dem Hof sind Hähnchen, Flugenten und Gänse saisonal aus eigener Freilandhaltung in Teilstücken erhältlich. Im seit 1972 bestehenden Hofladen werden Säfte, Honig, hausgemachte Fruchtaufstriche, Kartoffeln aus eigener Ernte, Saisonfrüchte aus der Region und zurzeit natürlich auch der Nienburger Spargel u.v.m. einladend zum Verkauf präsentiert. Gesa Harkopf backt das Brot hier im Steinofen selbst- kernig und gesund aus frisch gemahlenem Korn mit Natursauerteig ist dieses bei der Kundschaft aus dem Umland sehr beliebt.

Wurde die Regionalität hier schon immer geschätzt, legen Kundinnen und Kunden seit letztem Jahr noch mehr wert darauf. Beim Anblick der verschiedenen Mettwürste konnte auch ich nicht widerstehen und gemeinsam mit Frau Harkopf`s hausgemachtem Brot und eingelegten Silberzwiebeln ließ ich mir diese dann am Abend schmecken.

Beim Austausch haben wir uns auch über das Thema CO2-Honorierung unterhalten: Wenn wir CO2-Emissionen marktwirtschaftlich behandeln und bspw. einen Festpreis pro emitierte Tonne ansetzen, sollten wir die Bindung von CO2 im gleichen Atemzug auch belohnen. Dies ist insbesondere im Ackerbau und der Forstwirtschaft relevant, da Pflanzen der Umwelt aktiv CO2 entziehen und so einen Beitrag zur Reduzierung von Kohlenstoffdioxid in der Atmosphäre leisten. Diesen guten Ansatz werde ich mit nach Berlin nehmen und innerhalb der Union für ihn werben.

Ein Generationsbetrieb, der wieder einmal zeigt, wie stark der Zusammenhalt in der Landwirtschaft ist. Jeder ist für jeden da und das mit einer Selbstverständlichkeit, die nicht selbstverständlich ist.

Ich danke für den interessanten Einblick und Austausch und weiß ich natürlich um die Problematik der Landwirtschaft. Wir müssen Landwirtschaftspolitik wieder in Generationen denken, sodass uns Betriebe, wie zum Beispiel diese von Familie Harkopf erhalten bleiben.


17. Unternehmensbesuch bei Heka EinrichtungsWelten in Nienburg

Vielen Dank an Patrick Lahmer vom Heka Möbelhaus in Erichshagen-Wölpe in Nienburg, dass er sich für mich und den Nienburger Bürgermeisterkandidaten Jan Wendorf Zeit genommen hat, um sich mit uns über die aktuelle Lage des Handels in der Pandemie auszutauschen. Ich schätze es sehr, wenn man offen, kritisch, aber immer sachlich mit der Politik in den Austausch tritt. Nur so bewahren wir uns das sog. „Ohr an der Basis“.

Kritisiert wurden u.a. Regelungen zur Testpflicht in einem Möbelhaus von 16.000m² Verkaufsfläche, auf der man sich praktisch verlieren kann, während gleich nebenan im Supermarkt jeder auf engem Raum ein- und ausgehen kann. Er lobte aber auch den mutigen Versuch mit der Modellstadt etwas bewegen zu wollen, auch wenn das Projekt letzten Endes nicht zum Tragen gekommen ist.

Ich habe erneut betont, dass auch ich die alleinige Inzidenz für einen schlechten Taktgeber bei der Bewertung der Pandemie-Lage halte. Eine Risikobewertung müsste auch eine Rolle spielen. Wenn man Infektionsherde unter Kontrolle gebracht hat und weiß wo sich die Menschen infiziert haben und eine weitere Infektionskette ausgeschlossen ist, dann dürften diese Herde, trotz steigender Inzidenz, weniger Gewicht in der Bewertung der Lage haben.

Jan Wendorf, der in der Verwaltung maßgeblich am Projekt der Modellstadt mitgewirkt hat, betonte, dass er sich als Bürgermeister auch stärker für die Belange der heimischen Unternehmen einsetzen werde. Dazu gehöre auch ein regelmäßiger Austausch mit den Unternehmen.


18. Wir stehen an der Seite Israels

Ich bin nicht dafür bekannt viel Außenpolitik zu machen oder das Weltgeschehen regelmäßig zu kommentieren, doch bei dem, was gerade im Nahen Osten passiert, muss ich als deutscher Bundestagsabgeordneter klare Stellung beziehen:

Mehr als 1.800 Raketen wurden seit Montag aus dem Gaza-Streifen auf Israel abgefeuert. Die Tatsache, dass bisher nur acht israelische Zivilisten bei diesem unglaublichen Angriff ihr Leben verloren, ist dabei ausschließlich der Effektivität des Iron-Dome, der israelischen Raketenabwehr, zu verdanken.

Dass Israel auf diesen konstanten Beschuss ziviler Ziele, wie Schulen und Krankenhäusern, militärisch reagiert, kann sicherlich jeder nachvollziehen und ist als Selbstverteidigung auch legitim. Dabei ist es besonders erwähnenswert, dass die Israelischen Verteidigungskräfte (IDF) zur Vermeidung ziviler Opfer im Gaza-Streifen die dortige Bevölkerung vorab über bevorstehende Luftschläge informiert und eine Evakuierung des Ziels erbitten. Trotz allem ist es leider zu Opfern unter der Zivilbevölkerung des Gazastreifens gekommen – besonders traurig: mindestens 30 Kinder haben ihr Leben verloren.

Wer aber ist hierfür verantwortlich? Das Land, das sich gegen einen unmenschlichen Dauerbeschuss der eigenen jüdischen und muslimischen Bevölkerung verteidigt oder die von der EU als Terrororganisation eingestufte HAMAS, die die aktuelle angespannte politische Lage der palästinensischen Autonomieregierung auszunutzen versucht, Raketenstellungen bewusst hinter menschlichen Schutzschilden verbirgt und deren Ziel es ist, den Staat Israel vom Angesicht der Erde zu tilgen? Wenn die Hamas morgen aufhört Raketen abzufeuern, kehrt Frieden ein, wenn Israel morgen aufhört sich zu verteidigen, werden die Angriffe nur zunehmen.

Bei aller berechtigten Kritik, die man gegenüber Israel bspw. in Bezug auf die Siedlungspolitik auch als Bundesrepublik Deutschland adressieren kann, sollte bei der Frage der Existenz Israels die Position unserer Bundesrepublik glasklar sein: Das Existenzrecht Israels ist und bleibt Staatsräson unseres Landes. Deutschland und Israel sind und bleiben auf besondere Weise durch die Erinnerung und das Gedenken an die Shoah verbunden. Der Kampf gegen jede Form des Antisemitismus ist Aufgabe eines jeden Deutschen.

Wer hier in Deutschland daher Flaggen mit dem Davidstern verbrennt, der noch vor 80 Jahren von den Nazis zum Zeichen der Minderwertigkeit stigmatisiert wurde, oder wer vor einer Synagoge in Gelsenkirchen gegen Juden wettert, verstößt gegen die Grundfeste auf denen diese Bundesrepublik aufgebaut wurde. Die entsprechende Antwort unseres Rechtsstaates muss daher hart und eindeutig sein!


19. Schweerbau in Stadthagen klagt über Fachkräftemangel

Wertvoll und informativ sind die Gespräche jedes Mal mit Lutz Jelitto, Geschäftsführer von Schweerbau in Stadthagen. Schweerbau ist ein seit 1929 geführtes Familienunternehmen mit über 700 Mitarbeitern, welches führend in der Erneuerung und Instandhaltung von Gleis- und Weichanlagen und außerdem Experte im Bereich Gleisbau, Tiefbau und Schweißtechnik ist. Auch in unserem letzten Gespräch vor ein paar Tagen sprachen wir über Themen, die Unternehmen in Deutschland beschäftigen. Neben Corona und anhaltenden Einschränkungen, die auch den Wirtschaftsstandort Deutschland betreffen, ging es auch um ein Thema, welches immer zur Sprache kommt – Die Bürokratie, eine enorme Belastung für jedes Unternehmen.

Herr Jelitto äußert auch mal Kritik, lobt aber im Gegensatz auch die politischen Entscheidungen und gibt konstruktive Ratschläge. Das Stimmungsbild hier vor Ort beäugt er nicht so kritisch, wie es andere tun, aber natürlich wissen wir beide, dass es noch viel zu tun gibt, gerade in Hinblick auf den September.

Der Austausch in meinem Wahlkreis ist mir wichtig und ich freue mich immer auf und über diese Gespräche vor Ort. Vieles davon kann ich mit nach Berlin nehmen oder persönlich nutzen.


20. 350.000€ für Bückeburg!

Der Einsatz hat sich gelohnt. Das Schloss Bückeburg bekommt zur Sanierung des Trompetergangs 350.000 Euro vom Bund. Das freut mich sehr.
 
Bei einem Besuch habe ich mir gemeinsam mit Fürst Alexander zu Schaumburg-Lippe und dem Direktor der Fürstlichen Hofkammer Christian Weber ein Bild von der Baufälligkeit gemacht. Nachdem Axel Wohlgemuth mich bereits frühzeitig auf den Sanierungsbedarf des Schlosses hingewiesen hat, habe ich mich seit Anfang des Jahres bei meinen Haushaltskollegen dafür eingesetzt, dass diese Mittel nach Bückeburg fließen.
 
Ich bin dankbar für die Bundesförderung, denn das Schloss Bückeburg ist für das Schaumburger Land von herausragender historischer und touristischer Bedeutung und erfreut sich weit über die Grenzen Schaumburgs großer Bekanntheit.