Positionspapier Wolf beschlossen

Der heimische Bundestagsabgeordnete Maik Beermann (CDU) informiert über das von der CDU/CSU-Bundestagsfraktion einstimmig beschlossene Positionspapier zum Thema Wolf.

Der Wolf ist ein Raubtier. Er dringt in Deutschland jedes Jahr weiter vor. Schäfer, Landwirte und Pferdehalter haben Angst um ihre Tiere. In Europa gibt es schätzungsweise bereits 20.000 Tiere. Die Bestände verdoppeln sich alle drei bis vier Jahre, weil der Wolf keine natürlichen Feinde hat. „Ich freue mich, dass wir, als CDU/CSU-Bundestagsfraktion ein Positionspapier beschlossen haben, um die Bestände zu regulieren“, so der CDU-Abgeordnete.

Zunächst fordert die Fraktion eine realistische Bewertung der Wolfsbestände in Deutschland. „Wölfe kennen keine Grenzen. Weder können sie zwischen Deutschland und Polen, noch zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt unterscheiden“, sagt der heimische Bundestagsabgeordnete. „Bereits heute können wir von einer gesamteuropäischen Population sprechen, welche als erhaltungsfähig anzusehen ist. Es ist vor diesem Grund nicht hinnehmbar, dass das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit immer noch auf strengen Schutzmaßnahmen beharrt.“

Das Positionspapier sieht vor, den Schutzstatus des Wolfes auf europäischer Ebene von „streng geschützt“ auf „geschützt“ zu senken. Außerdem seien Änderungen im deutschen Naturschutzrecht erforderlich. „Anstatt nur verhaltensauffällige Wölfe erlegen zu dürfen, brauchen wir deutschlandweit klar definierte Bestandsgrenzen“, so Beermann. Solche Grenzen existierten beispielsweise bereits heute in Nachbarländern wie Frankreich oder Schweden.

Genauer unterschieden werden soll laut dem CDU/CSU-Positionspapier künftig zwischen Wolfsschutzgebieten und Wolfsmanagementgebieten. „Insbesondere bei uns im Landkreis Nienburg sehen wir in letzter Zeit vermehrt Nutztierrisse, zum Teil in unmittelbarer Nähe von besiedelten Gebieten. Hier muss es klare Grenzen geben, welche der Wolf nicht überschreiten darf. Durch Erlegung oder Vergrämung sollen so langfristig wolfsfreie Gebiete entstehen.“

„Ich freue mich über das Engagement von Maik Beermann und begrüße die Bundes-Initiative ausdrücklich „, so äußert sich auch der heimische Landtagsabgeordnete Dr. Frank Schmaedeke (CDU). „Die Menschen vor Ort erwarten zu recht, dass sich auch der Bund entsprechend engagiert und positioniert, wofür wir hier seit Monaten intensiv arbeiten, nämlich Verständnis und Unterstützung durch eindeutige Gesetze und klare rechtliche Regelungen, vor allem für die Betroffenen“. Schmädeke betont, dass die Situation in seinem heimischen Wahlkreis geprägt ist von den Rissen des sogenannten Rodewalder Rudels, auf dessen Konto auch der Riss eines Alpakas in der Nähe eines Waldkindergartens geht, ebenso wie Risse in unmittelbarer Nähe zum Menschen. „Dieses Rudel stellt eine Gefahr dar. Politik muss jetzt endlich auf allen Ebenen konsequent handeln. Die Bemühungen des niedersächsischen Umweltministeriums alleine genügen nicht und es ist den Weidetierhaltern und Familien in den betroffenen Gebieten auch nicht mehr zu erklären, dass wir die Wölfe mit einem sogenannten Lappzaun von weiteren Rissen abhalten können. Kürzlich gab es nachts schon wieder einen Übergriff, bei dem ein Kalb in der Nähe der Steimbker Kuhlen einem Riss zum Opfer gefallen ist“.

Die CDU/CSU-Fraktion unterstützt entsprechend auch die Forderungen der Weidetierhalter nach umfassender staatlicher Hilfe bei der Prävention von Angriffen durch Schutzmaßnahmen. „Für uns ist Tierschutz nicht teilbar“, so Beermann , „und auch für den Schadensfall müssen wir daher bundeseinheitliche Regeln festlegen, die eine Entschädigung determinieren. Hier planen wir, die Beweislastumkehr einzuführen, damit den Haltern von Weidetieren umgehend geholfen werden kann.“

Das gesamte Positionspapier der Fraktion können Sie hier einsehen: Positionspapier Wolf