Praktikant Fabian Heine

In der vergangenen Woche hat Fabian Heine aus dem Landkreis Schaumburg ein Kurzpraktikum bei mir im Berliner Büro absolviert. Hierzu schrieb auch er einen Praktikumsbericht:

Fabian Heine„Raus aus der Kommunalpolitik, rein in den Bundestag

Einmal den Bundestag hautnah miterleben: Maik Beermann macht es möglich. Ich durfte als Praktikant eine Woche die Luft eines Abgeordneten schnuppern und den Tagesablauf in Büro und Alltag miterleben.

Nachdem die Anreise am Sonntag aufgrund hohen Verkehrsaufkommens länger dauerte als eigentlich geplant, konnte ich am Montagmorgen starten.  Begonnen wurde mit einem Besuch des Bundeskanzleramtes und seinen Räumlichkeiten. Beeindruckend, von wo unsere Kanzlerin regiert.

Danach ging es, vorerst mit einem Gastausweis, in das Jakob-Kaiser-Haus, in dem im 6. Stock auch das Büro von Maik liegt. Sein Büroleiter Benjamin Müller stellte mir das dreigeteilte Büro vor und erklärte mir unterschiedlichen Zuständigkeiten der Mitarbeiter. Anschließend wurde ich durch den Reichstag und die angrenzenden Gebäude geführt. Ein riesiger Gebäudekomplex, in dem man sich erstmal zurecht finden muss.

Am Dienstag besuchte ich die Arbeitsgruppen, die einen Teil der praktischen Arbeit darstellen. Morgens startete die AG Kommunalpolitik mit dem Thema umfangreichen Thema der Bund-Länder-Finanzierung und der Auswirkung auf die Kommunen. Anhand einiger Graphiken wurde das Konstrukt versucht zu erläutern. Einfach ist das sicher nicht.
Weiter gab es in der Arbeitsgruppe zu Angelegenheiten der Europäischen Union einen Überblick aus Brüssel und es wurden diverse Themen besprochen. Mittagessen gab es dann übrigens in der Mensa. Das Essen war super. Blick auf die Spree inklusive. Zudem erledigte ich einige Büroarbeiten und bekam meinen Hausausweis, der mir die volle Bewegungsfreiheit im Reichstag sowie den angrenzenden Häusern gestattete. Ein tolles Gefühl.

Am Mittwoch folgte neben der Büroarbeit die Abholung der Plenarkarten für Donnerstag und Freitag. Danach gab es das ein oder andere im Büro zu tun, um gegen Nachmittag dann die „echte“ Arbeit in den Ausschüssen im Paul-Löbe-Haus anzuschauen. In der Kinderkommission fand eine gemeinsame Sitzung mit dem Ausschuss der Digitalen Agenda statt, um über neue Ideen zu Thema des Jugendmedienschutzes zu sprechen. Hierzu waren auch einige Fachleute aus verschiedenen Bereichen eingeladen, die Denkanstöße gaben und Entwicklungen aufzeigten. Es wurde viel diskutiert, auch mal freundlich, mal etwas schärfer. Und von Langeweile keine Spur. Zwischen den Ausschüssen begegnet einem dann auch mal Herr Ramsauer, der freundlich grüßend den Ausschussaal verlässt.

Am folgenden Tag war dann die erste Plenumssitzung. Die Themen, die man sonst aus Funk und Fernsehen tagtäglich aufbereitet bekommt, erfährt man hier aus erster Hand. Sei es aktuelle Änderungen zum Bafög oder zur Klimapolitik. Die Tagesordnung war lang und voll.  Stellenweise gibt es Zwischenrufe, es wird geklatscht, Abgeordnete tauschen sich untereinander aus. Stenographen schreiben abwechselnd das Gesagte mit, Minister kommen und gehen. Ein politisches Treiben, welches ich mir gerne angeschaut habe.

Zwischendurch geht es dann mit einer Reisegruppe aus dem Wahlkreis in ein indisches Lokal zum Mittagessen. Auf dem Weg zurück ins Büro kommt einem Ex-SPD-Chef Franz Müntefering entgegen. Nach Feierabend erkundete ich dann auf eigene Faust das Parlament, stieg auf die Kuppel und beobachtete so diesen und jenes Treiben in den Gebäuden.

Freitag, letzter Tag. Nach einem weiteren Plenumsbesuch erledigte ich meine restlichen Aufgaben im Büro. Und dann war die Woche auch schon fast vorbei. Schnell noch Sachen packen und ab zum Bus. Ich verabschiedete mich von Maik und seinem engagierten Team. Wehmütig geht der letzte Blick auf den Reichstag, ich wäre gerne noch länger geblieben.

Danke Maik für den tollen Einblick!“

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