SCHAUSTELLER DURCH CORONA VON EXISTENZ BEDROHT …

SCHAUSTELLER DURCH CORONA VON EXISTENZ BEDROHT

Im neugestalteten Ambiente des Weserdorfes in Rinteln empfing mich Besitzer Marlon Klaasen. Im direkt am Weserufer gelegenen Biergarten wurde unter anderem die zukünftige Perspektive der Schausteller, die momentan durch die Coronapandemie akut in ihrer Existenz bedroht sind, thematisiert. Marlon Klaasen hat mir verdeutlicht, dass das Schaustellergewerbe zur Zeit einen hundertprozentigen Umsatzausfall verbuche und wünscht sich von Seiten der Politik Möglichkeiten zur Wiederaufnahme des Geschäftsbetriebes oder finanzielle Unterstützung, sollte die Wiederaufnahme nicht machbar sein. Tino Noack, ebenfalls Schausteller, wies darauf hin, dass die meisten Schaustellerbetriebe mittlerweile an ihre finanzielle Belastungsgrenze angekommen seien. „Es muss was passieren. Lange halten wir das nicht mehr durch. Meine Familie und ich leben aktuell bereits von unserer Altersvorsorge“, so Noack. Es wurden Möglichkeiten und Vorschläge seitens der Schausteller vorgestellt, um die Krise zu meistern und einen (Neu)Anfang zu starten. „Wir brauchen eine Perspektive. Zumal alle bereit sind, den Geschäftsbetrieb unter strenger Einhaltung festzulegender Regeln zu führen“, sind sich Noack und Klaasen einig.
Ich dankte dem Gastgeber für das informative Gespräch. Ich werde mich innerhalb meiner Fraktion für eine konstruktive Lösung einsetzen. Eines wurde in dem Gespräch aber auch deutlich: Schausteller wollen lieber wieder ihre Geschäfte betreiben und auf die Märkte, als auf Hilfe vom Staat angewiesen zu sein.