SuedLink: Landwirtschaftsminister Meyer zerstört Akzeptanz

Der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Maik Beermann kritisiert die „unseriöse Panikmache“, von Landwirtschaftsminister Meyer, die jegliche Akzeptanz für den SuedLink bei den Bürgern zerstöre. Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) hat in der vergangenen Woche ein Horrorszenario skizziert, wonach beim SuedLink drei Mastreihen erforderlich werden könnten.

„Wir im Deutschen Bundestag sind derzeit bemüht über alle Fraktions- und Parteigrenzen hinweg eine Lösung für dieses Infrastrukturprojekt zu erarbeiten, nur wie sollen diese Bemühungen Früchte tragen, wenn selbst der niedersächsische Landwirtschaftsminister, der ebenso wie die Landesregierung  der Energiewende verpflichtet sein sollte, mit derartigen Aussagen die Grundlage jeglicher Akzeptanz bei den Bürgerinnen und Bürgern zerstört“ erklärt Beermann.

Bislang hat die Bundesnetzagentur den SuedLink nur mit zwei Leitungen bestätigt, die zudem beide auf einer einzigen Mastreihe geführt werden sollen. Alles was darüber hinausgehe, sei Zukunftsmusik. Man muss sich genau ansehen, auf der Grundlage welcher Annahmen die Übertragungsnetzbetreiber zu welchem Ausbaubedarf kommen und was davon realistisch ist. Derzeit sieht die Bundesnetzagentur zu den auf einem Gestänge geführten zwei Leitungen keinen zusätzlichen Bedarf. Die von Meyer betrachteten Varianten fußen einmal auf der Grundlage, welchen Bedarf wir in 20 Jahren bei gleichem Zubau erneuerbarer Energien haben bzw. welchen Bedarf wir in zehn Jahren, bei sehr schnellem Zubau erneuerbarer Energien, der die im EEG festgelegten Ausbauziele deutlich überschreitet, haben. Beide Szenarien sind nach derzeitigem Stand sehr unrealistisch.

Selbst wenn es aber zu einer zusätzlichen Leitungsnotwendigkeit käme, führt das Bündelungsgebot alleine ganz bestimmt nicht dazu, dass diese Leitung dann parallel zum SuedLink verläuft. Vielmehr sind viele andere Planungsfaktoren zu berücksichtigen, die selbst nach den Aussagen von TenneT einen Parallelverlauf als „unwahrscheinlich“ erscheinen lässt.

„Wie ich bereits voreinigen Wochen erklärt habe, setze ich mich weiterhin für eine möglichst großzügige Erdverkabelung ein, um konkrete Konflikte lösen zu können“, so Beermann, „wir müssen erreichen, dass die Möglichkeit von Erdverkabelung der einer Freileitung gleichgesetzt und individuell abgewogen wird, was Standortbezogen am sinnvollsten ist.“

„Ich fordere den Landwirtschaftsminister auf, sich konstruktiv am Netzausbau zu beteiligen. Gemeinsam mit den Akteuren im Landkreis Nienburg und im Schaumburger Land werde ich auch weiterhin im Rahmen des von mir initiierten „Runden Tisches SuedLink“ die aktuellen Herausforderungen ansprechen und nach Lösungsansätzen suchen“, so Beermann abschließend.

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