SuedLink – Planungen bei Tennet schreiten voran; Erdkabel in einer möglichst graden Linie

Im Rahmen eines parlamentarischen Frühstücks informierten Vertreter der Stromnetzbetreiber Tennet und TransnetBW die Bundestagsabgeordneten über den aktuellen Planungstand der Gleichstromleitung SuedLink. Tennet Geschäftsführer Lex Hartmann stellte neben den aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen und deren Auswirkungen auch einen aktuellen groben Zeitplan vor.
„Durch den Vorrang für das Erdkabel, den wir als Gesetzgeber verabschiedet haben, gilt es für die Netzbetreiber nun einen möglichst gradlinigen Trassenverlauf zwischen den Netzverknüpfungspunkten zu erstellen. Die Firma Tennet ist nun damit beschäftigt dieses umzusetzen“, fasst der heimische Bundestagsabgeordnete Maik Beermann (CDU) den aktuellen Sachstand zusammen.

Insbesondere die restriktiven Voraussetzungen für die Ausnahmevoraussetzungen für Freileitungsabschnitte stellen die Planer vor Herausforderungen. „Die Konsequenz für die Planungen des SuedLinks ist, dass die Vollverkabelung die Planungsprämisse darstellt und erst wenn es Widerstände gegen das Erdkabel gibt, eine Freileitung in Betracht gezogen werden kann“, gibt Beermann wieder.

In der Projektplanung sind für den Sommer 2016 detaillierte Umsetzungen der Planungsmethoden des SuedLinks vorgesehen. Im Herbst kann frühestens mit den ersten räumlichen Ergebnissen gerechnet, die dann erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert werden. Im weiteren Verlauf des Verfahrens und weiterer Analysen erfolgt frühestens im Frühjahr 2017 die Einreichung der Unterlagen nach § 6 NABEG bei der Bundesnetzagentur.

„Für den Ablauf des Gesamtprojektes ist derzeit ein ungefährer Verzug von 3-4 Jahren zu verzeichnen. Der geplante Start der Trasse zu Ende 2021 wird nun erst 2025 erfolgen können. „Die Energiewende läuft – der Netzausbau muss nun zügig nachziehen“, drängt Beermann nach dem Termin.
„Sofern die Trasse wieder durch meinen Wahlkreis führen sollte, was aufgrund der offenen Planung derzeit nicht abgeschätzt werden kann, setze ich auf einen konstruktiven Dialog mit den Netzbetreibern, den Trägern öffentlicher Belange und den Bürgerinnen und Bürgern in unserer Region,“ so Beermann abschließend.

Tagged with: