Tour de Maik: Kreisverband der AWO Schaumburg

BildIn der vergangenen Woche besuchte der heimische Bundestagsabgeordnete Maik Beermann den Kreisverband der Awo in Schaumburg, um sich gemeinsam mit Vertretern der Arbeiterwohlfahrt sowie Landrat Jörg Farr und Klaus Böhm als Vertreter vom Landkreis, über die aktuelle Situation der Flüchtlinge im Landkreis Schaumburg auszutauschen.

Nach einer Einführung durch den Awo Kreisvorsitzenden Heinz-Gerhard Schöttelndreier, der herausstellte, dass die Stimmung gegenüber den Flüchtlingen in Schaumburg derzeit freundlich ist und die Hilfsbereitschaft der Menschen die Weichen zur Selbsthilfe stellt.
Die Geschäftsführerin Heidemarie Hanauske erörterte das Konzept der dezentralen Flüchtlingssozialarbeit. Im Jahr 2012 haben sich die Awo und der Landkreis (Politik und Verwaltung) darauf verständigt, dass die Awo die Flüchtlingsarbeit in Schaumburg ausführen soll.

„2012 begann die Arbeit mit 25 Wochenstunden – derzeit beschäftigen wir 5 Sozialarbeiter in Vollzeit – Ziel ist es, pro 100 Flüchtlinge einen Sozialarbeiter einsetzen zu können. Momentan befinden wir uns in einem Wiederaufbau der Strukturen. In enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit mit dem Landkreis werden Sozialraumkonzepte nach dem „Leverkusener Modell“ geschaffen, dass die dezentrale Unterbringung mit sozialpädagogischer Begleitung zur Integration der Flüchtlinge in den Fokus nimmt“, umschreibt Frau Hanauske die aktuelle Situation im Landkreis.

Gemeinsam mit den Flüchtlingssozialarbeitern erörterte Frau Hanauske die umfassenden Aufgabenschwerpunkte, die neben der Beratung und Orientierung ebenso die Vermittlung der Kulturtechniken umfasst. „Sprache ist ein zentraler Bestandteil der Integration, daher ist eine ausreichende Finanzierung dieser sehr wichtig“, lautete ein Appell in Richtung des Bundestagsabgeordneten. Einen zentralen Stellenwert nehmen hierbei die Sprachförderkurse ein, zu denen den Flüchtlingen ein schnellerer Zugang ermöglicht werden soll.

Landrat Jörg Farr nutzte den offenen Austausch, um Beermann die derzeitige Situation des Landkreises zu erörtern. „Die dezentrale Ausrichtung des Landkreises sowie die enge Kooperation zwischen der Awo und den verschiedenen Ämtern des Landkreises, lassen eine schlanke und somit zielgerichtete Organisation zu.“ Farr erörterte Beermann zudem, dass die Kommunen gerne ihre Aufgaben wahren, es aber der Unterstützung des Bundes bedarf. Der Bund muss seiner Organisationspflicht nachkommen und verlässliche Strukturen schaffen.

„Das Konzept des Landkreises Schaumburg erachte ich als sehr gelungen, da eine enge Abstimmung der Prozesse und eine auf die Menschen ausgerichtete Hilfe zielführend wirkt. Ich nehme viele Eindrücke mit nach Berlin und kann nun nachvollziehen, dass das Zusammenspiel aller Akteure wichtig ist. Hier in Schaumburg wird hervorragende Arbeit geleistet, die durch ein organisiertes Ehrenamt unterstützt wird,“ so Beermann abschließend.

Einig waren sich alle Anwesenden, dass die Asylverfahren beschleunigt und die Nachsorge der Flüchtlinge ausgebaut werden muss, um die gesamtgesellschaftliche Aufgabe der Integration zu meistern.

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