Tour de Maik: Ortsumgehung Hagenburg

2016-8-22-hagenburgDie Unterstützerliste ist lang, parteiübergreifend und liest sich wie das „Who is who“ der Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik des Landkreises Schaumburg und der Gemeinde Hagenburg. Trotzdem konnte die Ortsumgehung der B441 bei Hagenburg bisher nicht in den „Vordringlichen Plan“ des neuen Entwurfs des Bundesverkehrswegeplanes aufgenommen werden. Eine kleine positive Änderung gab es jedoch im kürzlich, nach Eingang der Stellungnahmen, überarbeiteten Entwurf und aus diesem Grund trafen sich die beteiligten Akteure auf Einladung des Bürgermeisters Josef Vorderwülbecke erneut zum Austausch im Rathaus von Hagenburg.

„Unsere Bemühungen haben sich bereits gelohnt und das Verkehrsministerium hat erkannt, dass die Ortsumgehung Hagenburg grundsätzlich einen verkehrlichen Bedarf darstellt. Daher wurde die Ortsumgehung vom „Weiteren Bedarf“ (WB) in den „Weiteren Bedarf-Stern“ (WB-Stern) hochgestuft. Dies stellt insoweit eine Verbesserung dar, denn das „Sternchen“ bedeutet, dass das Projekt nun mit Planungsrecht versehen wurde, jedoch die finanziellen Mittel des neuen Bundesverkehrswegeplanes für eine Umsetzung voraussichtlich nicht reichen werden“, erklärte ich den Gästen rund um den Bürgermeister Vorderwülbecke, den Landtagsabgeordneten Karsten Heineking (CDU), den Gemeindedirektor Jörn Wedemann, den Ersten Kreisrat des Landkreises Schaumburg Klaus Heimann und Mitgliedern der Parteien und Fraktionen der CDU und SPD in Hagenburg.

Für wenig Verständnis sorgte bei den Beteiligten die Tatsache, dass andere Projekte mit geringerem Nutzen-Kosten-Faktor in den Vordringlichen Bedarf gekommen sind. „Es entsteht ein Nadelöhr auf der B 441 in Hagenburg hierdurch“, so Vorderwülbecke, „alle vor- und nachgelagerten Ortsumgehungen werden realisiert.“

Eine Chance hat das Projekt noch hochgestuft zu werden: Das Gesetzgebungsverfahren und die Beratungen in den zuständigen Ausschüssen nach der Sommerpause. Hier kann die Politik nochmal ansetzen. Zudem habe ich bereits eine neuen Termin im Bundesverkehrsministerium vereinbart, um über den Verkehrswegeplan erneut zu beraten.

Weitere Themen bei dem Treffen waren die Einrichtung einer Tempo 30 Zone auf der besagten Bundesstraße und der mögliche Bau eines Kreisels an der Ecke Schierstraße und Twegte. Kreisrat Heimann und der Landkreis werden bei der 30-Zone genau prüfen. Eine Reduzierung der Geschwindigkeit bedeute gleichzeitig eine Reduzierung des Lärmpegels und damit eine Entlastung für die Einwohnerinnen und Einwohner. Der Kreisel soll die unübersichtliche und gefährliche Situation an der Kreuzung entspannen. Noch während man sich gemeinsam den Verkehrsfluss angeschaut hatte, wären beinahe zwei Fahrzeuge hier kollidiert. „Verkehrstechnisch ist die jetzige Lösung eine glatte 6“, so Vorderwülbecke, „ein Kreisel wäre eine 1 auf der offiziellen Skala“.

Bei der weiteren Begehung der Ortschaft konnten wir uns über die bauliche und touristische Entwicklung Hagenburgs informieren.

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